Warum es als Bayern-Fan ganz schön langweilig sein kann

MeisterschaleDas ich diesen Satz einmal sagen respektive schreiben würde!?!

Als Bayern-Fan kann es ganz schön langweilig sein. Wie fühlt sich eigentlich verlieren an?

Aber genau so geht es mir gerade, irgendwie. Klar schaue ich gerne die Spiele des FC Bayern München an, aber gestern, beim Match gegen den SC Freiburg, habe ich mich tatsächlich dabei ertappt, dass ich lieber geplaudert habe, als mich auf die zweiten 45 Minuten zu konzentrieren.

Wenn der Fußball zirkuliert…

Wozu auch, schließlich verläuft seit einer gefühlten Ewigkeit ein Fußballspiel des FCB ungefähr so ab: Der Ball zirkuliert mit einer unfassbar schlafwandlerischen Sicherheit durch die eigenen Reihen, ohne dass der Gegner auch nur ansatzweise an den Ball kommt. Das geht dann so lange, bis der ballführende Spieler die Lücke oder den freien Mitspieler erkennt, die Pille genau da hin spielt, der nimmt die Kugel, es macht ticki-tacka, und schon  1:0, 2:0, 3:0. Und der Rest des Spiels ist dann fast schon Routine.

Das geht jetzt schon seit August 2013 so, seitdem sämtliche Spieler, Trainer und Verantwortliche des Bayern München beschlossen haben, möglichst kein Spiel mehr zu verlieren. Und genau das haben die Kicker um Pep Guardiola in die Tat umgesetzt: In der Liga ging ein einziges in der Saison 2012/13 ein einziges Spiel verloren, nämlich gegen Leverkusen, im DFB-Pokal gar nicht und in der Champions League verließen sie den Platz genau dreimal als Verlierer: gegen Borisow und gegen Arsenal (2012/2013) sowie gegen Manchester City (2013/14). Das war’s. Vier Niederlagen in eineinhalb Jahren. Wenn das nicht Langeweile verströmt, was dann.

Okay, ich will mich wirklich nicht beklagen, es gibt natürlich Schlimmeres. Zum Beispiel das, was gerade in Hamburg abgeht. Aber es gibt so Momente, da wünschte ich mir mal wieder eine kleine Erdung dieses Vereins, so ein Signal „Hallo, ihr seid auch angreifbar und verletzlich!“. Irgendetwas in dieser Richtung. Vielleicht wird mein Flehen ja schon in drei Tagen erhört, wenn es in London gegen den aktuell Zweitplatzierten der Premier League, den FC Arsenal geht.

Kann mich der FC Arsenal erlösen? Wohl kaum…

Allerdings haben die Männer um Podolski und Özil derzeit nicht unbedingt einen Lauf: 1:5 gegen Liverpool, 2:2 gegen Southhampton und aktuell ein schmales 0:0 gegen Manchester United, die auch schon bessere Tage gesehen haben. Meine Hoffnung ist daher nicht allzu groß, dass sich mit dem Spiel gegen Arsenal großartig an der Dominanz der Bayern etwas Fulminantes ändern wird. Und das ohne Franck Ribéry, Xherdan Shaqiri und einen noch nicht fitten Bastian Schweinsteiger.

Aber irgendwann wird es ein Verein wieder einmal schaffen, dem FC Bayern zumindest Paroli bieten zu können. Wider die Langeweile, für mehr Spaß am Fußball.

PS: Gerade lese ich, dass der FC Arsenal den FC Liverpool aus dem FA-Cup gekegelt hat. Ein Lichtschimmer?! Ja, ganz bestimmt! Go, Arsenal, go!

Michael Hülskötter

Ich bin Blogger und Fußballfan, und beides aus Leidenschaft. Genau aus diesem Grund ist das Blog entstanden, denn ich will endlich auch mal über Fußball schreiben. Und zwar so, wie es mir gefällt.

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