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By Agência Brasil ([1]) [CC BY 3.0 br (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/br/deed.en)], via Wikimedia Commons

FC Bayern ohne Schweinsteiger: traurig!

Update: Mittlerweile sind die Gerüchte der Wahrheit gewichen: Bastian Schweinsteiger verlässt den FC Bayern München alsbald, wie der Twitter-Kanal des FCB vermeldet. Der schönste Tweet dazu ist der hier:

Offiziell ist es noch nicht, aber wenn sogar Frank Buschmann es schon auf Facebook streut, wird es wohl stimmen: Bastian „Basti“ Schweinsteiger verlässt den FC Bayern. Damit geht nicht nur eine Ära zu Ende, die seit 1998 währt, sondern auch eine ganz besondere Beziehung zwischen einem Fußballer, seinem Verein und vor allem seinen Fans. Für die ist er nämlich immer noch der Basti, dessen Stern während der WM 2006 im eigenen Land zusammen mit seinem Kumpel Lukas „Poldi“ Podolski aufging.

Wow! Bastian Schweinsteiger geht zu Manchester United. Ich kann es verstehen. Hat mit Bayern alles gewonnen.

 

Seitdem ist viel passiert: Champions League-Finale wurden gewonnen und verloren, die „Schlacht“ 2014 gegen Argentinien mit dem Hauptakteur Schweinsteiger, und viele großartige Momente, die soviel von einem Fußballer erzählen, der sein halbes Leben beim FC Bayern verbracht hat.

Angefangen hatte alles in der Jugendauswahl, der er 1998 betrat. „Angeheuert“ vom TSV 1860 Rosenheim, spielte er bis 2002 in diversen Jugendteams des FC Bayern, bis er in der Saison 2002/2003 zur Amateurmannschaft der Bayern wechselte. Dort spielte er 34 Mal (mit zwei Toren auf er Habenseite), bis er dann unter Ottmar Hitzfeld zum Stammspieler in der ersten Mannschaft wurde. Seitdem hat er 342 Ligaspiele bestritten, in denen er 45 Tore schoss.

Ein verschossener Elfer und seine Wiedergutmachung

Das alles sind aber nur Zahlen und Statistiken, die den Spieler Bastian Schweinsteiger nicht ansatzweise erfassen oder widerspiegeln. In Erinnerung bleiben nämlich ganz andere Bilder von ihm. Etwa das vom tragischen Ende eines Fußballspiels, das im Grunde gewonnen schien und dann mit einem einzigen verschossenen Elfmeter ein jähes und sehr trauriges Ende fand.

Die Rede ist natürlich vom Finale Dahoam anno 2012 gegen den FC Chelsea. Tragische Figur damals: Bastian Schweinsteiger, der den letzten Elfer unter Zughilfenahme des Londoner Torwarts Cech  an die Innenseite des rechten Torpfostens schob, von dem der verflixte Ball leider nicht ins Tor, sondern aus demselben heraus rollte. Drogba versenkte den letzten Schuss, und die Engländer holten den Pott, der eigentlich den Bayern gehörte.

Aber auch das war und ist Bastian Schweinsteiger, der wieder aufstand und ziemlich genau ein Jahr später mit dem FC Bayern München einen grandiosen Sieg im Wembley-Stadion zu London errang. Dort bezwang man in einem fantastischen Champions-League-Finale den Erzrivalen Borussia Dortmund mit 2:1 und wurde so zum fünften Mal Landesmeister von Europa. Damit war das tragische Erlebnis vom Vorjahr kompensiert und Schweinsteiger und Co. wussten auf einmal: Ja, wir können auch Endspiele!

Weiter, immer weiter! Das BS31-Gen

Heute bin ich mir sicher, dass der Gewinn des CL-Finales gegen Dortmund auch der Grundstein für den WM-Gewinn 2014 in Brasilien war, wo vor allem Bastian im Finale den Nimbus des Unbesiegbaren erlangte. Unvergessen ist sein unbändiger Siegeswille im Spiel gegen Argentinien, als er sich selbst von einer Platzwunde im Gesicht nicht davon abhalten ließ, gemeinsam mit der DFB-Auswahl den vierten Stern nach Deutschland zu holen. Seitdem hat er einen Platz im Geschichtsbuch des deutschen Fußballs innen.

Tja, und jetzt geht er also nach Manchester United, geholt von einem, mit dem er es schon beim FC Bayern München zu tun hatte: Louis van Gaal. Der Trainer von ManU kennt Schweinsteiger natürlich sehr gut und dessen Fähigkeiten, und so hat er sehr erfolgreich solange um die Dienste seines ehemaligen Spielers gebuhlt, bis dieser nicht anders als „Ja“ sagen konnte.

Damit geht eine lange Zeit beim besten Verein der Welt zu Ende, und das ist wirklich sehr traurig. Denn wie ich heute schon auf Facebook geschrieben habe, der FC Bayern ohne Bastian Schweinsteiger, das ist wie Weißwürtscht ohne süßen Senf. Genauso fad und langweilig. Aber so ist es nun einmal und ich hoffe und wünsche ihm, dass die Zeit auf der Insel genauso erfolgreich sein wird wie die mit dem FC Bayern München.

Alles Gute, Bastian!