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Das zwischenzeitliche 3:1 der Bayern gegen den FC Valencia während der China-Reise 2015

Eine neue Saison beginnt, und es müllert schon wieder!

Der FC Bayern München ist gerade mit einem großen Tross im fernen China unterwegs, der Markterschließung wegen. Klar, angeblich hat der tollste Verein der Welt geschätzte 90 Millionen „Sympathisanten“, und rund 600 Millionen Chinesen sind offenkundig ans Internet angeschlossen. Das ist natürlich sehr verlockend und macht eine neuntätige Promotion-Tour ins Reich der Mitte sehr nachvollziehbar.

Damit verbunden sind diverse Reisestrapazen, die so ein Fußballer sicherlich gut kompensieren kann, zumal die Bayernspieler nicht per „Holzklasse“ reisen müssen. Trotzdem ist so eine Tour anstrengend, schließlich geht es ja auch um die Vorbereitung auf die bevorstehende Saison 2015/2016. Es muss also wieder konzentriert gearbeitet werden, diverse alte und neue Fußballer integriert und aufeinander abgestimmt werden und vieles mehr.

FC Valencia als erster Gegner – beileibe kein Sparringspartner

Zu dieser Reise gehören auch drei Fußballspiele, von denen das erste heute am frühen Nachmittag deutscher Zeit stattfand. Der Gegner war kein unbekannter. Es handelte sich um den FC Valencia, der in der spanischen Primera Division die letzten Saison immerhin mit Platz vier abgeschlossen hat. Das war also beileibe kein einfacher Sparringspartner zum Warmlaufen, sondern ein anspruchsvoller Gegner während der China-Reise, zu denen noch Inter Mailand und FC Guangzhou Evergrande gehören.

Tja, und was soll ich sagen: Das Spiel gegen den Gegner des Champion-League-Finales von 2001 war ein vielversprechender Auftakt in eine neue Saison, die wieder viele schöne Spiele für Fans und Fußballgenießer parat halten könnte. Denn endlich sind bis auf Franck Ribery wieder alle Spieler mehr oder weniger gesund. Obendrein kommt ein Douglas Costa hinzu, der heute schon mal gezeigt hat, wozu er in der Lage ist. Eines ist er auf jeden Fall: schnell, verdammt schnell. Und dass er auch ein tolles Auge hat, bewies er beim Zuspiel zum 3:1 durch Thiago.

Es müllert schon wieder – und das gleich zweimal

Und es müllert schon wieder, denn dieser großartige Fußballer hat heute zweimal in seiner unnachahmlicher Art eingenetzt. Perfekt bedient hat ihn dabei in beiden Fällen Philipp Lahm, der etwas überraschend auf der rechten Außenposition auflief. Aber gut, irgendwer musste ja den wegen Muskelproblemen fehlenden Robben ersetzen. Und wie er das tat!

Aber auch die Abwehr machte insgesamt einen guten Job, wenngleich beim Gegentreffen offensichtlich wurde, woran es den Bayern aktuell mangelt: An guten Innververteidigern. Da Boateng kurzfristig geschont wurde und Dante gar nicht dabei ist, kamen Spieler wie Benatia hinten in der Mitte zum Einsatz. Eine Position, die ihm nicht wirklich zusagt. Aber gut, das wird auch wieder anders sein, wenn es dann richtig ernst wird.

So oder so, die China-Reise geht gut los, sportlich und auch stimmungstechnisch. Denn die meisten der 50.000 Fans im Stadion waren in Rot gekleidet – und waren bei jedem Tor des FC Bayern München sehr euphorisch.

Müde Bayern, hochmotivierte Salzburger und ein vorhersehbares Ergebnis

Red Bull SalzburgJa, zugegeben, gegen Red Bull Salzburg muss man nicht unbedingt verlieren, auch nicht ohne Ribéry, Lahm, Schweinsteiger und Robben. Aber man kann. Zumal dann, wenn man zwei ultraschwere Trainingseinheiten in den Knochen stecken hat.

Und das hatten sie, die Fußballspielspieler des FC Bayern München. Ein MTV-Bekannter war am Donnerstag an der Säbener Straße beim öffentlichen Training dabei, und es ging wohl so richtig zur Sache. Der Freitag sah dann sogar eine doppelte Übungseinheit vor. So gesehen war das Spiel gegen Red Bull Salzburg ein Muster ohne Wert, bei dem man sich wirklich fragen konnte: Was soll das?

Aber gut, zumindest hat Pep Guardiola ein paar taktische Sachen probiert, zunächst eine Dreierkette mit Martinez, Boateng und Dante, die er angesichts der riesigen Löcher im Abwehrverbund später wieder in eine Viererlinie umwandelte. Allein, geholfen hat es nichts. Salzburg gewann drei null, der Rest ist Geschichte.

Allerdings, und das sei noch festzuhalten, mit RB Salzburg hatten sich die Bayern auch nicht die totale Gurkentruppe rausgesucht. So weilt die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt derzeit ähnlich souverän an der Spitze der österreichischen Liga (mit 11 Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten SV Grödig), und in der Europa League trifft sie im Sechzehntel-Finale auf Ajax Amsterdam. Wenn sie dort genauso spielen wie gegen die Bayern, dürfen sich die Niederländern auf zwei schwere Matches freuen. Viel Glück dabei!

Rekordmeister unter sich: Al-Merrikh SC vs. FC Bayern München [Update]

fcb emblemWarum der FC Bayern heute Abend im Rahmen seines Wüsten-Trainingslagers auf den sudanesischen Fußballclub Al-Merrikh SC trifft, kann ich nicht genau sagen. Ich weiß nur, dass ich bis gerade eben nicht mal wusste, dass der heutige Gegner des FCB aus dem Sudan stammt und wie der FC Bayern München ebenfalls Rekordmeister ist.

So gewannen die Kicker aus Khartum zwischen 1970 und 2013 insgesamt 19 Mal die sudanesische Fußballmeisterschaft, holten zwischen 1963 und 2013 bisher 21 Mal den sudanesischen Pokal und konnten sich immerhin zwei Mal in die Siegerliste des CECAFA Club Cup (vergleichbar mit der Europäischen Champions League) eintragen. Zudem wurde der Verein in der Vergangenheit von zwei deutschen Trainern betreut: Otto Pfister und Michael Krüger.

Das wird ihnen allerdings nicht dabei helfen, von einer halbwegs gut gelaunten Fußballmannschaft aus München ihre Grenzen aufgezeigt zu bekommen. Anstoßzeit ist 18:00 Uhr, Sport1 überträgt das Spiel aus Doha ab 17:55 Uhr live.

Update: Locker und leicht haben die Bayern das Spiel gewonnen. Stets überlegen, ohne zu brillieren. Na ja, halt eines dieser Testspieel ohne größeren Wert.

Erfolgreiches Testspiel des FC Bayern München