Schlagwort-Archive: FC Bayern München

Am 22.0.2016 gewinnt der FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:0

Vom Ende einer sogenannten „Krise“: #FCBBMG_2zu0

Ich persönliche konnte ja das ganze „Krisen“Gerede nicht nachvollziehen und hielt es für medial aufgeblasenes Geschwätz. Und spätestens seit gestern sehe ich meine Vermutung als belegt an: Der FC Bayern befand sich zu keiner Sekunde in einem Formtief, sondern allerhöchstens in einem Konzentrationstief. Das wurde bereits am letzten Mittwoch beim souveränen 4:1 gegen den PSV Eindhoven klar, noch klarer aber trat diese Bestätigung gestern zutage.

Eine „Krise“ des FC Bayern München? Die hat es nicht gegeben!

Da wurde nämlich der vermeintliche „Angstgegner“ des FC Bayern, die „Fohlen“ aus Mönchengladbach, von einem zu jeder Zeit dominierenden Team aus der bayerischen Landeshauptstadt kontrolliert, spielerisch in Schach gehalten, vom eigenen Tor weggehalten, usf. Da mochte man sich ein wenig die Augen reiben ob der Dominanz der Münchner, vor allem in der ersten Halbzeit. Sieht man sich das gesamte Spiel an, kommen die Bayern auf 17 Torschüsse (Gladbach: 3) und auf 817 Pässe (Gladbach: 479) bei einer Passquote von 90,3%. Ein weiterer Beleg für die bayerische Überlegenheit:  Sie konnten über 57 Prozent aller Zweikämpfe für sich entscheiden (Gladbach: 42,7%).

Fasst man diese und weitere statistische Werte zusammen, ist das Ergebnis von 2:0 zwangsläufig und spiegelt vor allem eines wider: Die „Krise“ hat es nicht gegeben, und der FC Bayern München kann sich ab sofort wieder aufs Fußballspielen konzentrieren. Denn die nächsten Aufgaben in Pokal, Liga und Champions League warten schon, und das innerhalb der nächsten eineinhalb Wochen. Also, langweilig wird es sicherlich nicht. Zumal auch wieder bessere Mannschaften gegen die Münchner spielen werden als die Gladbacher am gestrigen Samstag.

Alles richtig gemacht, Signore Ancelotti!

Ach ja: Meine gestrige Verwunderung ob der Münchner Ausstellung hat sich während der 90 Minuten nicht bestätigt. Rafinha? Ein großes Spiel inklusive einer Zuckerflanke zum 1:0 durch Arturo Vidal. Martínez und Hummels als Innenverteiderpärchene? Sehr souverän, wenngleich sie von den Gladbacher „Stürmern“ auch nicht wirklich gefordert wurden. Daher ist das Fehlen von Kimich, Lahm und Co. nicht wirklich aufgefallen. Daher: Alles richtig gemacht, Signore Ancelotti!

austellung-des-fcb-gegen-gladbach

FC Bayern vs. Gladbach: ohne Kimich, Lahm und Boateng?!

In knapp einer halben Stunde ist es wieder soweit, da spielt der FC Bayern München gegen seinen „Lieblingsgegner“, die Borussia aus Mönchengladbach. Dieses Duelle zeichnen sich seit jeher durch eine gehörige Portion Brisanz aus, denn oft finden diese Spiele auf Augenhöhe statt – egal, ob in Gladbach oder in München. Daher drängen sich angesichts der heutigen Aufstellung des Signore Ancelotti diverse Fragen auf:

>> Warum lässt der Trainer gegen einen solch konterstarken Gegner nicht mit dem derzeit weltbesten Innenverteidigerduo Hummels/Boateng spielen, sondern stellt neben Hummels den Kollegen Martínez auf? Zugegeben, letzterer kann auch Fußball spielen, aber als Duo sind Hummels und Boateng nur schwer zu bezwingen.

>> Warum sitzt ein Joshua Kimich auf der Bank, dafür steht ein Xabi Alonso in der Startelf? Denn: Mit Kimich kann man derzeit kaum etwas falsch machen, da er in blendender Verfassung ist und sogar regelmäßig als Torschütze auffällt (aktuell: 7 Tore in den bisherigen Pflichtspielen des FCB). Alonso hingegen ist immer für einen Stock- bzw. Abspielfehler gut, was gegen die schnellen Gladbacher fatal sein kann.

>> Gegen eine Spitzenmannschaft wie Gladbach sollte man sein bestes Personal aufwarten, warum dann ausgerechnet Lahm nicht spielt und dafür Rafinha auf Rechts verteidigt, wird wohl Carlo Ancelotti beantworten können, sollte über die linke Angriffsseite der Gladbacher ein Tor (oder mehr) fallen.

Aber gut, trotz dieser auf den ersten Blick seltsam anmutenden Entscheidungen des Signore steht da ein Topmannschaft auf dem Rasen, die den „Fohlen“ vom Niederrhein Paroli bieten und den Abstand auf die Lüdenscheider weiter vergrößern kann – da diese heute dankenswerterweise nicht über ein Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten aus Ingolstadt hinausgekommen sind.

Na dann: Gutes Spiel und drei Punkte, bitte sehr!

 

Die bisherigen Resultate des FC Bayern München in der Champions League 2016/2017

Warum eine „Krise“ nicht immer eine Krise ist

Ich kann! es nicht mehr hören! Geschweige denn lesen oder per Zappelvideo sehen. Was ich meine? Ich rede von der vermeintlichen „Krise“ des FC Bayern München. Denn die ist genauso absurd wie eine Diskussion darüber, ob der Papst neue Kleider braucht für den Winter. Doch warum passiert das gerade? Nun, dafür gibt es ausreichend Gründe:

1. Die Bundesliga soll mal wieder spannend werden, und das um jeden Preis. Da fabulieren die Gazetten schon mal gerne über eine „Krise“, die auf den zweiten Blick keine ist. Und wenn dann auch noch Mannschaften wie der 1. FC Köln und RB Leipzig auf den Plätzen zwei und drei rangieren – um so toller. Da wird dann auch schon mal die Sensationsmeisterschaft des 1. FC Kaiserslautern aus der Saison 1997/98 unter Otto Rehhagel herausgekramt.

2. Der Trainerwechsel vom Über-Über-Über-Perfektionisten Pep Guardiola zum „Lebemann“ Carlo Ancelotti wurde mit großer Spannung erwartet und nach den ersten Erfolgen in Bundesliga und Champions League als geglückt eingestuft. Doch dann folgte die Auswärtsniederlage gegen Atletico Madrid (die derzeit Erster der Spanischen „La Liga“ sind, nur mal so!), und zwei teils spielerisch dürftige Unentschieden gegen Köln und Frankfurt (die beide sehr mutig und taktisch klug gespielt haben), und schon wird das Engagement Ancelottis infrage gestellt.

Klar, ein Fußballtrainer, der mit dem AC Mailand zweimal die Champions League gewonnen hat, mit Real Madrid diese Trophäe einmal holte und darüber hinaus als Spieler und Trainer weitere zahlreiche Titel gewinnen konnte, kann von Fußball und wie man diesen spielen lässt, wohl wenig bis gar keine Ahnung. Klar ist auch, dass es alle selbst ernannten Experten viel besser wissen (und davon gibt es leider viele zu viele), und so wird das neue Konzept und die neue Spielphilosophie von Signore Ancelotti in Grund und Boden geschrieben. Kann ja nix werden mit den Bayern.

3. Artikel, Blogbeiträge und noch so klitzekleine News über und rund um dem FC Bayern München funktionieren immer! Daher füllen die Internetseiten und Totholz-Postillen dieser Republik seitenweise das Geschehen vom erfolgreichsten Verein Deutschlands. Das bringt Klickzahlen und Auflage, selbst wenn es substantiell nichts Neues zu berichten gibt. Da muss dann einfach mal eine „Krise“ herbeigeschrieben werden, und leider beteiligt sich die Führungsriege des FC Bayern auch noch daran.

Zusammengefasst lässt sich also sagen: Eine Krise ist nicht immer gleich ein Krise, nur weil viele Leute darüber schreiben und berichten. Und falls man aus erster Hand wissen will, wie es sich doch anfühlt, so eine Krise, sollte man den Blick nach Wolfsburg wenden. Oder Dieter Hacking fragen…

1.000 Siege des FC Bayern München

FC Bayern: 1.000 Siege, 1.000 Emotionen, 1.000 Erinnerungen

Samstag Nachmittag, 24.10.2015, lange vor 17:15 Uhr, stand es fest: Der FC Bayern München, aktueller Tabellenerster der Deutschen Fußballbundesliga, wird sein Bundesligaspiel Nummer 1.000 gewinnen, und das seit dem Aufstieg in die höchste Spielklasse im Jahr 1965 . 1.000 Siege, das bedeutet auch 1.000 Emotionen und mindestens genauso viele Erinnerungen, die ich mit diesem Verein verbinde.

Ob das dieses wahnsinnige Saisonfinale des Jahres 2001 war, als ein gewisser Patrik Andersson die Bayern in allerletzter Minute resp. Sekunde zum Deutschen Meister machte oder das verlorene Endspiel gegen Manchester United 1999 oder das gewonnene Endspiel der Champions-League-Saison 2012/2013 gegen die Schwarz-Gelben aus Dortmund – jedes dieser Ereignisse (ob Sieg oder Niederlage) hat einen besonderen Platz in meinen Erinnerungen.

Ein ganz besonderes Spiel war allerdings – auch für mich ganz persönlich – das gewonnene Endspiel der Champions-League-Saison 2000/2001. In diesem Jahr konnte der FC Bayern München nicht nur die Scharte des zwei Jahre zuvor verlorenen Endspiels auswetzen, sondern ich habe dieses Finale zum ersten Mal als Vater erlebt. Damit wird es immer etwas ganz Besonderes bleiben.

Selbst wenn mir dieses Kind im alleremotionalsten Moment ein wenig „im Weg stand“. Aber das ist eine ganz andere Geschichte, die es bald hier nachzulesen gibt.

Zur Erinnerung: Den ersten Sieg in der Bundesliga errang der FC Bayern München am 21. August 1965 gegen Eintracht Frankfurt mit 2:0. Am Ende belegten die Bayern der großartigen dritten Platz, und das als Neuling der 1. Bundesliga. Darüber hinaus gewannen sie in dieser Saison den DFB-Pokal.

Das zwischenzeitliche 3:1 der Bayern gegen den FC Valencia während der China-Reise 2015

Eine neue Saison beginnt, und es müllert schon wieder!

Der FC Bayern München ist gerade mit einem großen Tross im fernen China unterwegs, der Markterschließung wegen. Klar, angeblich hat der tollste Verein der Welt geschätzte 90 Millionen „Sympathisanten“, und rund 600 Millionen Chinesen sind offenkundig ans Internet angeschlossen. Das ist natürlich sehr verlockend und macht eine neuntätige Promotion-Tour ins Reich der Mitte sehr nachvollziehbar.

Damit verbunden sind diverse Reisestrapazen, die so ein Fußballer sicherlich gut kompensieren kann, zumal die Bayernspieler nicht per „Holzklasse“ reisen müssen. Trotzdem ist so eine Tour anstrengend, schließlich geht es ja auch um die Vorbereitung auf die bevorstehende Saison 2015/2016. Es muss also wieder konzentriert gearbeitet werden, diverse alte und neue Fußballer integriert und aufeinander abgestimmt werden und vieles mehr.

FC Valencia als erster Gegner – beileibe kein Sparringspartner

Zu dieser Reise gehören auch drei Fußballspiele, von denen das erste heute am frühen Nachmittag deutscher Zeit stattfand. Der Gegner war kein unbekannter. Es handelte sich um den FC Valencia, der in der spanischen Primera Division die letzten Saison immerhin mit Platz vier abgeschlossen hat. Das war also beileibe kein einfacher Sparringspartner zum Warmlaufen, sondern ein anspruchsvoller Gegner während der China-Reise, zu denen noch Inter Mailand und FC Guangzhou Evergrande gehören.

Tja, und was soll ich sagen: Das Spiel gegen den Gegner des Champion-League-Finales von 2001 war ein vielversprechender Auftakt in eine neue Saison, die wieder viele schöne Spiele für Fans und Fußballgenießer parat halten könnte. Denn endlich sind bis auf Franck Ribery wieder alle Spieler mehr oder weniger gesund. Obendrein kommt ein Douglas Costa hinzu, der heute schon mal gezeigt hat, wozu er in der Lage ist. Eines ist er auf jeden Fall: schnell, verdammt schnell. Und dass er auch ein tolles Auge hat, bewies er beim Zuspiel zum 3:1 durch Thiago.

Es müllert schon wieder – und das gleich zweimal

Und es müllert schon wieder, denn dieser großartige Fußballer hat heute zweimal in seiner unnachahmlicher Art eingenetzt. Perfekt bedient hat ihn dabei in beiden Fällen Philipp Lahm, der etwas überraschend auf der rechten Außenposition auflief. Aber gut, irgendwer musste ja den wegen Muskelproblemen fehlenden Robben ersetzen. Und wie er das tat!

Aber auch die Abwehr machte insgesamt einen guten Job, wenngleich beim Gegentreffen offensichtlich wurde, woran es den Bayern aktuell mangelt: An guten Innververteidigern. Da Boateng kurzfristig geschont wurde und Dante gar nicht dabei ist, kamen Spieler wie Benatia hinten in der Mitte zum Einsatz. Eine Position, die ihm nicht wirklich zusagt. Aber gut, das wird auch wieder anders sein, wenn es dann richtig ernst wird.

So oder so, die China-Reise geht gut los, sportlich und auch stimmungstechnisch. Denn die meisten der 50.000 Fans im Stadion waren in Rot gekleidet – und waren bei jedem Tor des FC Bayern München sehr euphorisch.

Rückspielergebnis FC Bayern FC Barcelona

Gewonnen und doch verloren – zumindest dieses Mal

Nach solch einem Halbfinale wie dem gegen den FC Barcelona könnte man trefflich darüber spekulieren, was gewesen wäre, wenn…

… Robben und Ribéry und Alaba fit und spielfreudig gewesen wäre.

… Guardiola im Hinspiel Müller im Spiel gelassen hätte und stattdessen Martinez oder Rode gebracht hätte, um damit die Defensive zu stabilisieren und das Unentschieden zu sichern.

… die Fußballspieler des FC Bayern München gestern Abend aus ihrem chancenmäßigen Übergewicht drei Tore mehr gemacht hätte.

Ist alles jedoch nur im Konjunktiv gesprochen, und so bleibt leider die etwas schmerzhafte Erkenntnis, dass die Champions League-Saison 2014/2015 für die Münchner Kicker nicht in Berlin im Finale endet. Was angesichts der fußballerischen Limitierung aufgrund der bereits genannten fehlenden Spieler auch fast schon einer Überraschung gleichgekommen wäre.

14 Minuten und ein überragender Sturm waren zuviel

Und doch: Angesichts der zahlreichen Ausfälle, Verletzungen und möglicherweise nicht immer ganz glücklichen Entscheidungen des Trainers bleibt die Erkenntnis, dass man dem FC Barcelona, der derzeit wohl besten Fußballmannschaft der Welt, Paroli geboten hat. Wenn da nicht nur die letzten 14 Minuten vor einer Woche im Camp Nou zu Barcelona gewesen wären.

Aber ich sag mal so: Mit einem Sturm wie dem der Katalanen, bestehend aus den nicht ganz durchschnittlichen Fußballspielern Messi (40 Tore Primera Division + 10 Tore Champions League), Neymar (22 PD + 9 CL) und Luis Suarez (16 PD + 6 CL) hätten sich die Bayern auch durch gesetzt. Alleine diese drei Kicker haben in der bisherigen Saison 78 Tore in der Liga und 25 in der CL geschossen. Das ist beispielsweise ligaseitig so viel wie der FC Bayern München im Spieljahr 2014/2015 insgesamt erzielt hat.

Drei Spieler, ein Marktwert von 260 Millionen Euro!

Berücksichtig man hierbei den aktuellen Marktmarkt dieser drei genannten Ausnahmekönner (Messi: 120 Mio. Euro, Neymar: 80 Mio., Suarez: 60 Mio.) wird schnell klar: Hier traf im Grunde David auf Goliath, und dafür hat sich der kleine Mann mit der Steinschleuder, sprich der FC Bayern, mehr als wacker geschlagen. Besser gesagt: sensationell! Denn der FC Bayern weist insgesamt einen Marktwert von rund 550 Millionen Euro auf, also etwas  mehr als das Doppelte von Messi, Neymar und Suarez.

Was lernen wir daraus? Dass Geld offensichtlich doch Tore schießt und dass die Bayern eine sehr gute Planung für die kommende Spielzeit benötigen. Und vor allem eins: gesunde und fitte Spieler. Dann klappt es auch wieder mit dem Champions League- und dem DFB-Pokalfinale.

FC Bayern vs FC Barcelona

Erkenntnisse einer schmerzhaften und überflüssigen Niederlage

Meine Vorfreude auf das Halbfinal-Hinspiel zwischen FC Barcelona und dem FC Bayern war richtig groß, wenngleich ich gewisse Zweifel hegte, ob  Messi & Co. angesichts der personellen Misslage der Bayern nicht eine Nummer zu groß sind. Optimistisch wie immer hatte ich trotzdem auf ein Unentschieden mit je einem Tor auf beiden Seiten getippt. Leider lag ich damit etwas daneben, selbst wenn es lange nach meinem Wunschergebnis aussah.

Hälfte eins: ein echter Hoffnungsmacher

Die erste Hälfte war wirklich ein Hoffnungsmacher. Die Bayern hatten Barcelona von ein, zwei Szenen abgesehen (vor allem die Weltklassechance von Suarez nebst Weltklasseparade von Manuel Neuer) ganz gut unter Kontrolle. Das hatte vor allem mit dem schnellen Systemwechsel seitens Guardiola von meinem prophezeiten 5-3-1 auf ein deutlich stabileres 4-2-3-1 zu tun. Beide Taktikgebilde waren eher defensiv ausgerichtet (was sich auch in der Zahl der Torchancen seitens der Münchner widerspiegelte), Barcelona kam aber in Hälfte eins nicht so häufig zu guten Abschlussgelegenheiten wie befürchtet erwartet.

Das setzt sich in Halbzeit zwei dann auch so fort, und die Bayern hatten zwischenzeitlich sogar ein leichtes Übergewicht im Mittelfeld. Wovon man sich allerdings leider nichts kaufen kann, vor allem dann nicht, wenn sich keine Torabschlüsse generieren lassen. Lewandowski war ziemlich auf sich alleine gestellt, von Thiago kam zu wenig, Müller war blass, und Schweinsteiger hatte auch nicht seinen besten Tag. So kann man gegen den FC Barcelona einfach keine Tore schießen.

Schlampig- und Müdigkeiten = drei Tore

Tja, und dann schlichen sich sukzessive Nachlässigkeiten und schlampige gespielte Pässe ein, was wohl auch mit ersten Ermüdungserscheinungen zu tun hatte. Anders lässt sich die Anhäufung von Fehlern vor dem 1:0 durch Messi nicht erklären. Genauso war es beim 2:0 und 3:0. Klar, Barcelona kann man nicht 90 Minuten lang fehlerfrei verteidigen, aber drei Tore in rund 14 Minuten ist alles andere als erklärlich.

Und doch gibt es Erklärungen, und die werden Guardiola und Sommer hoffentlich schnell und bald finden. Zu schwer wogen die Ausfälle und Robben und Ribery , vor allem in der Offensive. Dass Marc-André ter Stegen während des gesamten Spiels keinen einzigen, richtigen Ball halten musste, sagt alles über das Nicht-Vorhandensein von gefährlichen Stürmern des FC Bayern München im Mai 2015.

Neue Spieler müssen her – und zwar schnell

Was aber nicht bedeutet, dass es mit den beiden Edelfußballern zwangsläufig besser gelaufen wäre. Denn Robben und Ribery sind jenseits der 30 und werden in den nächsten ein, zwei Jahren (a) immer wieder verletzt sein und damit (b) nicht mehr die Spielfreude entwickeln können, die ein international konkurrierfähiger FC Bayern München braucht.

Aber, und das wiegt noch viel schwerer, ist dringend Bedarf auf der Stürmerpostition notwendig. Madrid und vor allem Barcelona sind hier Vorbild: Mit weniger als zwei, drei Weltklassespielern wie Messi, Neymar, Ronaldo, Bale und Co. kommst du heute nicht mehr aus. Das hat sogar Juventus Turin erkannt.

Daher muss man für die kommende Saison auf diversen Positionen fündig werden. Dazu gehört wie erwähnt der Sturm mit ein, zwei sehr guten Leuten. Dann muss für Robben und Ribery mittelfristig Ersatz gefunden werden (Götze ist es offenkundig nicht), und drittens ist ein weiterer guter Innen- und Außenverteidiger erforderlich. Denn dass Badstuber nochmal eine echte Größe bei den Bayern werden kann, möchte ich angesichts seiner Verletzungsanfälligkeit mehr als bezweifeln, und Boateng alleine kann es auch nicht richten. Und dass Benatia kein gelernter Innenverteidiger ist, konnte man gestern Abend gegen Barcelona sehr gut erkennen.

Neue Leute und vielleicht ein großes Fußballwunder

Was also bleibt von der zu hohen Niederlage gegen Barcelona als Erkenntnis? Nun, dass der FC Bayern neues Personal braucht, dass am kommenden Dienstag mehr als ein kleines Fußballwunder her muss und dass eine gewonnene Meisterschaft sowie zwei Halbfinale in einer Saison sehr, sehr respektabel sind. Aber wohl eben nicht für den FC Bayern München.

Müller gegen Barcelona

FC Bayern München vs. FC Barcelona: Vorfreude und Respekt

In weniger als 52 Stunden pfeift Nicola Rizzoli im Camp Nou zu Barcelona das Hinspiel des Champion-League-Halbfinalkrachers FC Barcelona gegen den FC Bayern München an. Was schon mal eine gutes Omen scheint: Rizzoli war auch beim 1:0 WM-Finale des DFB-Teams gegen Argentinien erster Schiedsrichter und hat obendrein 2013 die Bayern während ihres Triumphes gegen Borussia Dortmund im CL-Finale pfeifentechnisch unterstützt.

Auch haben wir als Bayern-Fans beste Erinnerungen an den FC Barcelona, zumindest wenn man an das Halbfinale 2012/2013 denkt, das wir in zwei Spielen mit 7 zu 0 Toren gegen die Mannschaft aus Katalonien gewonnen haben. Da waren allerdings die Herren Ribéry und Robben am Start, die beim diesjährigen Kräftemessen schmerzlich vermisst werden.

Nichtsdestotrotz fährt der FC Bayern München als Deutscher Meister nach Barcelona (was Messi & Co. erst noch erreichen müssen). Daher lautet die Devise: Verstecken gilt nicht, wenngleich eine große Prise Respekt angesagt ist. Denn das, was die Katalanen derzeit in der Primera Divisíon veranstalten, ist ganz großes Kino: 6:0 gegen Getafe und am Wochenende 8:0 gegen Cordoba.

Mit der richtigen Einstellung und Aufstellung gegen Barcelona

Zugegeben, beide Teams zählen nicht zur Hautevolee Europas, aber trotzdem muss man sich vor allem vor dem Sturm des FC Barcelona gehörig in Acht nehmen, ohne allerdings das große Flattern zu bekommen. Schließlich haben die Bayern mit Boateng und Benatia zwei großartige Verteidiger in ihren Reihen, und auch der oft gescholtene Dante kann es an einem guten Tag mit Messi, Suarez und Neymar aufnehmen. Wenn nicht so ein Bock wie gegen Porto im Halbfinale dabei ist.

Darüber hinaus hat das Mittelfeld der Münchner mit Thiago, Götze und Schweinsteiger auch einiges an Klasse vorzuweisen, und dank Bernat auf links und vermutlich Lahm auf rechts können sie auch von außen Druck machen. Und in der Mitte warten dann wohl Maskenmann Lewandowski und Mister Champions League Müller, um hoffentlich dieses eine, wichtige Auswärtstor zu machen.

Wobei ich glaube, dass Guardiola mit einem defensiv ausgerichteten System beginnen wird. Soll heißen: ein kompaktes 5-3-1-1 oder etwas Vergleichbares wird es wohl werden. Damit nimmt er Barcelona hoffentlich all die Räume, die dieses fantastische Ensemble braucht, um seine ganze Virtuosität entfalten zu können. Wenn es die Bayern also schaffen Messi und Neymar dauerhaft zu stören und vorne einen reinzumachen, könnte es klappen mit einem guten Hinspielergebnis und einer passablen Ausgangslage für das Rückspiel in München.

Deshalb, ihr Bayern: Volle Konzentration und eine möglichst frühes Stören wie gegen Porto beim 6:1 und eine schöne Portion Spielfreude, dann klappt es auch gegen Barcelona. Vamos, Bayern!

Pokalhalbfinale FC Bayern München vs. Borussia Dortmund

Spiele wie diese: Bayern München vs. Borussia Dortmund

Ja, es gibt diese Spiele wie das gestrige Pokalhalbfinale. Da standen sich gegenüber: Der FC Bayern München, seit letztem Sonntag zum 25. Mal Deutsch Fußballmeister, und  Borussia Dortmund, aktuell Platz 8 in der BuLi-Tabelle, ehrfürchtige 37 Punkte hinter den Bayern rangierend. Das sind zwölf verlorene Spiele mehr!

Also konnte es eigentlich nur einen Sieger gestern Abend in der Allianz Arena geben, zumal die Statistik ganz klar für die Bayern sprach, vor allem Zuhause. Und es sah bis zur 75. Minute auch alles nach einem ungefährdeten Sieg der Münchner aus, die die Schwarz-Gelben klar im Sack hatten. Bis zu diesem Tor von Aubameyang, das aus der allerersten Torchance der Dortmunder heraus entstand. Danach waren die Bayern zwar erst mal von der Rolle, fingen sich aber wieder.

Und selbst in der Verlängerung hatten sie noch ausreichend Möglichkeiten. Alleine Schweinsteiger mit seinen zwei nicht sauber platzierten Kopfbällen und Lewandowski mit dem Lattentreffer hätten es klar machen können, wenn nicht müssen. Aber irgendwie zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon das Gefühl: das wird heute nichts mehr.

Erinnerungen an das Finale Dahoam

Und es kamen Erinnerungen an dieses verfluchte Endspiel Dahoam gegen den FC Chelsea auf, das anno 2012 ganz ähnlich verlief. Auch da waren die Kicker aus der bayerischen Landeshauptstadt die klar dominierende Mannschaft und sind ähnlich fahrlässig mit ihren Torchancen umgegangen. Und das Ende des Spiels kennt man ja: Drogba wird eingewechselt, macht den Ausgleich, es geht in die Verlängerung und Schweini verschießt wohl den wichtigsten Elfmeter seiner Karriere.

Dass es gestern vier davon waren: Geschenkt. Dass Gagelmann (der Schiri) und sein Team den Bayern einen glasklaren Elfer verwehrt hat: geschenkt. Es gibt einfach diese Spiele, die du scheinbar nicht gewinnen kannst oder sollst.

Hoffentlich reicht es für den FC Barcelona

Allerdings scheint die Mannschaft in einem nicht sehr fitten Zustand zu sein, die letzten Wochen haben offensichtlich ihre Spuren hinterlassen. Da kann man wirklich nur hoffen, dass es für den Schlussspurt, speziell gegen den FC Barcelona nächste und übernächste Woche noch reicht. Um so mehr schmerzt die erneute Verletzung von Arjen Robben, der wohl in dieser Saison nicht mehr spielen wird. Aber vielleicht kommt ja Franck Ribéry zurück, zumindest fürs Rückspiel. Wir werden sehen.

Real Madrid vs. FC Bayern München

Tolles Los: FC Bayern spielt gegen Real Madrid

Das große Stöhnen in Madrid war bis nach München zu hören, als Freitag Mittag im fernen Nyon die Halbfinalepartien der Champions League gezogen wurden. Dabei verkam zunächst einmal die Veranstaltung zur Mini-Farce, denn was in einer Viertelstunde (max.) hätte abgehandelt werden können, nahm etwa 45 Minuten in Anspruch.

Der „Missetäter“ für das Unwohlsein in der spanischen Hauptstadt war schnell ermittelt: Luís Figo, selber einer der großen Real-Spieler von 200 bis 2005, zog nächst Real Madrid aus dem Lostopf, um anschließend die rote Kugel mit dem Inhalt „FC Bayern München“ zu präsentieren.

„Nicht schon wieder diese Bayern!“, muss wohl in der Chefetage und auf dem Trainingsgelände des derzeitigen Tabellendritten der spanischen Primiera Division ausgerufen worden sein. Und das zurecht, schließlich hat man an die „Bestia Negra“ aus „Múnich“ primär schlechte Erinnerungen.

5x KO-Sieger und zwei weitere Erfolge gegen Real Madrid

Bereits 20 Mal standen sich der FC Bayern München und Real Madrid in der langen Geschichte des Landesmeistercups gegenüber, und das seit der Saison 1975/76. Davon gingen die Bayern insgesamt fünf Mal in KO-Paarungen als Sieger vom Platz, obendrein siegten sie in der Saison 1999/2000 zwei Mal in der damals noch existierenden Zwischenrunde.

Vor allem aber die letzten zwei Partien, ebenfalls das Halbfinale der Champions League, sind den Madrilenen wohl noch in unguter Erinnerung. Da verloren sie zwar in München mit 1:2, führten beim Hinspiel acht Tage später aber bereits in der 14. Minute durch zwei Tore von Cristiano Ronaldo mit 2:0 und wähnten sich wohl schon im Reich ihrer Träume.

Doch ein Elfmeter in der 27. Minute von Arjen Robben und ein aufopferungsvoll kämpfender FC Bayern München erzwangen die Entscheidung im Elfmeterschießen, in dem die bayerischen Spieler Alaba, Gómez und Schweinsteiger trafen und einen weinenden Ronaldo zurückließen.

Die Vorzeichen sprechen für den FC Bayern München

Die Vorzeichen für den FC Bayern stehen für die Neuauflage des Halbfinales 2011/2012 also sehr gut, zumal der Superstar der Madrilenen aufgrund muskulärer Probleme auszufallen droht. Und was Real Madrid ohne Ronaldo wert ist, hat der Verein letzte Woche beim äußerst schmeichelhaften 0:2 gegen Dortmund gezeigt: Nicht viel, wenn man sie denn gehörig unter Druck setzt. Und das können Schweinsteiger, Ribéry, Robben und Co. ganz vorzüglich.

Also, auf geht’s, ihr Bayern! Kehrt noch einmal die „Bestia Negra“, die schwarze Bestie heraus! Auf das Ronaldo wieder so herzzerreißend weint…