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Rückspielergebnis FC Bayern FC Barcelona

Gewonnen und doch verloren – zumindest dieses Mal

Nach solch einem Halbfinale wie dem gegen den FC Barcelona könnte man trefflich darüber spekulieren, was gewesen wäre, wenn…

… Robben und Ribéry und Alaba fit und spielfreudig gewesen wäre.

… Guardiola im Hinspiel Müller im Spiel gelassen hätte und stattdessen Martinez oder Rode gebracht hätte, um damit die Defensive zu stabilisieren und das Unentschieden zu sichern.

… die Fußballspieler des FC Bayern München gestern Abend aus ihrem chancenmäßigen Übergewicht drei Tore mehr gemacht hätte.

Ist alles jedoch nur im Konjunktiv gesprochen, und so bleibt leider die etwas schmerzhafte Erkenntnis, dass die Champions League-Saison 2014/2015 für die Münchner Kicker nicht in Berlin im Finale endet. Was angesichts der fußballerischen Limitierung aufgrund der bereits genannten fehlenden Spieler auch fast schon einer Überraschung gleichgekommen wäre.

14 Minuten und ein überragender Sturm waren zuviel

Und doch: Angesichts der zahlreichen Ausfälle, Verletzungen und möglicherweise nicht immer ganz glücklichen Entscheidungen des Trainers bleibt die Erkenntnis, dass man dem FC Barcelona, der derzeit wohl besten Fußballmannschaft der Welt, Paroli geboten hat. Wenn da nicht nur die letzten 14 Minuten vor einer Woche im Camp Nou zu Barcelona gewesen wären.

Aber ich sag mal so: Mit einem Sturm wie dem der Katalanen, bestehend aus den nicht ganz durchschnittlichen Fußballspielern Messi (40 Tore Primera Division + 10 Tore Champions League), Neymar (22 PD + 9 CL) und Luis Suarez (16 PD + 6 CL) hätten sich die Bayern auch durch gesetzt. Alleine diese drei Kicker haben in der bisherigen Saison 78 Tore in der Liga und 25 in der CL geschossen. Das ist beispielsweise ligaseitig so viel wie der FC Bayern München im Spieljahr 2014/2015 insgesamt erzielt hat.

Drei Spieler, ein Marktwert von 260 Millionen Euro!

Berücksichtig man hierbei den aktuellen Marktmarkt dieser drei genannten Ausnahmekönner (Messi: 120 Mio. Euro, Neymar: 80 Mio., Suarez: 60 Mio.) wird schnell klar: Hier traf im Grunde David auf Goliath, und dafür hat sich der kleine Mann mit der Steinschleuder, sprich der FC Bayern, mehr als wacker geschlagen. Besser gesagt: sensationell! Denn der FC Bayern weist insgesamt einen Marktwert von rund 550 Millionen Euro auf, also etwas  mehr als das Doppelte von Messi, Neymar und Suarez.

Was lernen wir daraus? Dass Geld offensichtlich doch Tore schießt und dass die Bayern eine sehr gute Planung für die kommende Spielzeit benötigen. Und vor allem eins: gesunde und fitte Spieler. Dann klappt es auch wieder mit dem Champions League- und dem DFB-Pokalfinale.

FC Bayern vs FC Barcelona

Erkenntnisse einer schmerzhaften und überflüssigen Niederlage

Meine Vorfreude auf das Halbfinal-Hinspiel zwischen FC Barcelona und dem FC Bayern war richtig groß, wenngleich ich gewisse Zweifel hegte, ob  Messi & Co. angesichts der personellen Misslage der Bayern nicht eine Nummer zu groß sind. Optimistisch wie immer hatte ich trotzdem auf ein Unentschieden mit je einem Tor auf beiden Seiten getippt. Leider lag ich damit etwas daneben, selbst wenn es lange nach meinem Wunschergebnis aussah.

Hälfte eins: ein echter Hoffnungsmacher

Die erste Hälfte war wirklich ein Hoffnungsmacher. Die Bayern hatten Barcelona von ein, zwei Szenen abgesehen (vor allem die Weltklassechance von Suarez nebst Weltklasseparade von Manuel Neuer) ganz gut unter Kontrolle. Das hatte vor allem mit dem schnellen Systemwechsel seitens Guardiola von meinem prophezeiten 5-3-1 auf ein deutlich stabileres 4-2-3-1 zu tun. Beide Taktikgebilde waren eher defensiv ausgerichtet (was sich auch in der Zahl der Torchancen seitens der Münchner widerspiegelte), Barcelona kam aber in Hälfte eins nicht so häufig zu guten Abschlussgelegenheiten wie befürchtet erwartet.

Das setzt sich in Halbzeit zwei dann auch so fort, und die Bayern hatten zwischenzeitlich sogar ein leichtes Übergewicht im Mittelfeld. Wovon man sich allerdings leider nichts kaufen kann, vor allem dann nicht, wenn sich keine Torabschlüsse generieren lassen. Lewandowski war ziemlich auf sich alleine gestellt, von Thiago kam zu wenig, Müller war blass, und Schweinsteiger hatte auch nicht seinen besten Tag. So kann man gegen den FC Barcelona einfach keine Tore schießen.

Schlampig- und Müdigkeiten = drei Tore

Tja, und dann schlichen sich sukzessive Nachlässigkeiten und schlampige gespielte Pässe ein, was wohl auch mit ersten Ermüdungserscheinungen zu tun hatte. Anders lässt sich die Anhäufung von Fehlern vor dem 1:0 durch Messi nicht erklären. Genauso war es beim 2:0 und 3:0. Klar, Barcelona kann man nicht 90 Minuten lang fehlerfrei verteidigen, aber drei Tore in rund 14 Minuten ist alles andere als erklärlich.

Und doch gibt es Erklärungen, und die werden Guardiola und Sommer hoffentlich schnell und bald finden. Zu schwer wogen die Ausfälle und Robben und Ribery , vor allem in der Offensive. Dass Marc-André ter Stegen während des gesamten Spiels keinen einzigen, richtigen Ball halten musste, sagt alles über das Nicht-Vorhandensein von gefährlichen Stürmern des FC Bayern München im Mai 2015.

Neue Spieler müssen her – und zwar schnell

Was aber nicht bedeutet, dass es mit den beiden Edelfußballern zwangsläufig besser gelaufen wäre. Denn Robben und Ribery sind jenseits der 30 und werden in den nächsten ein, zwei Jahren (a) immer wieder verletzt sein und damit (b) nicht mehr die Spielfreude entwickeln können, die ein international konkurrierfähiger FC Bayern München braucht.

Aber, und das wiegt noch viel schwerer, ist dringend Bedarf auf der Stürmerpostition notwendig. Madrid und vor allem Barcelona sind hier Vorbild: Mit weniger als zwei, drei Weltklassespielern wie Messi, Neymar, Ronaldo, Bale und Co. kommst du heute nicht mehr aus. Das hat sogar Juventus Turin erkannt.

Daher muss man für die kommende Saison auf diversen Positionen fündig werden. Dazu gehört wie erwähnt der Sturm mit ein, zwei sehr guten Leuten. Dann muss für Robben und Ribery mittelfristig Ersatz gefunden werden (Götze ist es offenkundig nicht), und drittens ist ein weiterer guter Innen- und Außenverteidiger erforderlich. Denn dass Badstuber nochmal eine echte Größe bei den Bayern werden kann, möchte ich angesichts seiner Verletzungsanfälligkeit mehr als bezweifeln, und Boateng alleine kann es auch nicht richten. Und dass Benatia kein gelernter Innenverteidiger ist, konnte man gestern Abend gegen Barcelona sehr gut erkennen.

Neue Leute und vielleicht ein großes Fußballwunder

Was also bleibt von der zu hohen Niederlage gegen Barcelona als Erkenntnis? Nun, dass der FC Bayern neues Personal braucht, dass am kommenden Dienstag mehr als ein kleines Fußballwunder her muss und dass eine gewonnene Meisterschaft sowie zwei Halbfinale in einer Saison sehr, sehr respektabel sind. Aber wohl eben nicht für den FC Bayern München.

Müller gegen Barcelona

FC Bayern München vs. FC Barcelona: Vorfreude und Respekt

In weniger als 52 Stunden pfeift Nicola Rizzoli im Camp Nou zu Barcelona das Hinspiel des Champion-League-Halbfinalkrachers FC Barcelona gegen den FC Bayern München an. Was schon mal eine gutes Omen scheint: Rizzoli war auch beim 1:0 WM-Finale des DFB-Teams gegen Argentinien erster Schiedsrichter und hat obendrein 2013 die Bayern während ihres Triumphes gegen Borussia Dortmund im CL-Finale pfeifentechnisch unterstützt.

Auch haben wir als Bayern-Fans beste Erinnerungen an den FC Barcelona, zumindest wenn man an das Halbfinale 2012/2013 denkt, das wir in zwei Spielen mit 7 zu 0 Toren gegen die Mannschaft aus Katalonien gewonnen haben. Da waren allerdings die Herren Ribéry und Robben am Start, die beim diesjährigen Kräftemessen schmerzlich vermisst werden.

Nichtsdestotrotz fährt der FC Bayern München als Deutscher Meister nach Barcelona (was Messi & Co. erst noch erreichen müssen). Daher lautet die Devise: Verstecken gilt nicht, wenngleich eine große Prise Respekt angesagt ist. Denn das, was die Katalanen derzeit in der Primera Divisíon veranstalten, ist ganz großes Kino: 6:0 gegen Getafe und am Wochenende 8:0 gegen Cordoba.

Mit der richtigen Einstellung und Aufstellung gegen Barcelona

Zugegeben, beide Teams zählen nicht zur Hautevolee Europas, aber trotzdem muss man sich vor allem vor dem Sturm des FC Barcelona gehörig in Acht nehmen, ohne allerdings das große Flattern zu bekommen. Schließlich haben die Bayern mit Boateng und Benatia zwei großartige Verteidiger in ihren Reihen, und auch der oft gescholtene Dante kann es an einem guten Tag mit Messi, Suarez und Neymar aufnehmen. Wenn nicht so ein Bock wie gegen Porto im Halbfinale dabei ist.

Darüber hinaus hat das Mittelfeld der Münchner mit Thiago, Götze und Schweinsteiger auch einiges an Klasse vorzuweisen, und dank Bernat auf links und vermutlich Lahm auf rechts können sie auch von außen Druck machen. Und in der Mitte warten dann wohl Maskenmann Lewandowski und Mister Champions League Müller, um hoffentlich dieses eine, wichtige Auswärtstor zu machen.

Wobei ich glaube, dass Guardiola mit einem defensiv ausgerichteten System beginnen wird. Soll heißen: ein kompaktes 5-3-1-1 oder etwas Vergleichbares wird es wohl werden. Damit nimmt er Barcelona hoffentlich all die Räume, die dieses fantastische Ensemble braucht, um seine ganze Virtuosität entfalten zu können. Wenn es die Bayern also schaffen Messi und Neymar dauerhaft zu stören und vorne einen reinzumachen, könnte es klappen mit einem guten Hinspielergebnis und einer passablen Ausgangslage für das Rückspiel in München.

Deshalb, ihr Bayern: Volle Konzentration und eine möglichst frühes Stören wie gegen Porto beim 6:1 und eine schöne Portion Spielfreude, dann klappt es auch gegen Barcelona. Vamos, Bayern!