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Die bisherigen Resultate des FC Bayern München in der Champions League 2016/2017

Warum eine „Krise“ nicht immer eine Krise ist

Ich kann! es nicht mehr hören! Geschweige denn lesen oder per Zappelvideo sehen. Was ich meine? Ich rede von der vermeintlichen „Krise“ des FC Bayern München. Denn die ist genauso absurd wie eine Diskussion darüber, ob der Papst neue Kleider braucht für den Winter. Doch warum passiert das gerade? Nun, dafür gibt es ausreichend Gründe:

1. Die Bundesliga soll mal wieder spannend werden, und das um jeden Preis. Da fabulieren die Gazetten schon mal gerne über eine „Krise“, die auf den zweiten Blick keine ist. Und wenn dann auch noch Mannschaften wie der 1. FC Köln und RB Leipzig auf den Plätzen zwei und drei rangieren – um so toller. Da wird dann auch schon mal die Sensationsmeisterschaft des 1. FC Kaiserslautern aus der Saison 1997/98 unter Otto Rehhagel herausgekramt.

2. Der Trainerwechsel vom Über-Über-Über-Perfektionisten Pep Guardiola zum „Lebemann“ Carlo Ancelotti wurde mit großer Spannung erwartet und nach den ersten Erfolgen in Bundesliga und Champions League als geglückt eingestuft. Doch dann folgte die Auswärtsniederlage gegen Atletico Madrid (die derzeit Erster der Spanischen „La Liga“ sind, nur mal so!), und zwei teils spielerisch dürftige Unentschieden gegen Köln und Frankfurt (die beide sehr mutig und taktisch klug gespielt haben), und schon wird das Engagement Ancelottis infrage gestellt.

Klar, ein Fußballtrainer, der mit dem AC Mailand zweimal die Champions League gewonnen hat, mit Real Madrid diese Trophäe einmal holte und darüber hinaus als Spieler und Trainer weitere zahlreiche Titel gewinnen konnte, kann von Fußball und wie man diesen spielen lässt, wohl wenig bis gar keine Ahnung. Klar ist auch, dass es alle selbst ernannten Experten viel besser wissen (und davon gibt es leider viele zu viele), und so wird das neue Konzept und die neue Spielphilosophie von Signore Ancelotti in Grund und Boden geschrieben. Kann ja nix werden mit den Bayern.

3. Artikel, Blogbeiträge und noch so klitzekleine News über und rund um dem FC Bayern München funktionieren immer! Daher füllen die Internetseiten und Totholz-Postillen dieser Republik seitenweise das Geschehen vom erfolgreichsten Verein Deutschlands. Das bringt Klickzahlen und Auflage, selbst wenn es substantiell nichts Neues zu berichten gibt. Da muss dann einfach mal eine „Krise“ herbeigeschrieben werden, und leider beteiligt sich die Führungsriege des FC Bayern auch noch daran.

Zusammengefasst lässt sich also sagen: Eine Krise ist nicht immer gleich ein Krise, nur weil viele Leute darüber schreiben und berichten. Und falls man aus erster Hand wissen will, wie es sich doch anfühlt, so eine Krise, sollte man den Blick nach Wolfsburg wenden. Oder Dieter Hacking fragen…