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Deutscher Meister 2014/2015

Jetzt wird’s ernst: FC Bayern München und das Frühjahr

Ruhig war es hier auf dem Blog, viel zu lange. Dabei ist so viel passiert in den letzten Wochen und Monaten seit meinem letzten Eintrag. Das soll und wird sich ab sofort wieder ändern. Schließlich hängt mein Herz so sehr an diesem Verein.

#nurderfcb 2.0 soll einen Ausblick liefern auf die kommenden Wochen, schließlich stehen zahlreichen Highlight-Events an, auf die wir uns alle freuen können.

Zunächst einmal: WIR SIND WIEDER MEISTER! Und das zum 25. Mal seit der Gründung im Jahr 1900. Damit wurde der FC Bayern München rein statistisch betrachtet alle 4,6 Jahre Deutsche Fußballmeister. Eine fantastische Leistung. Und dreimal hintereinander den ersten Platz der Fußball-Bundesliga zu belegen ist auch eine echte Marke. Das fand zum letzten Mal in den Jahren 1998 bis 2001 statt. Und wer war’s? Klar, die Bayern!

Zumal es in dieser Saison nicht wirklich selbstverständlich war, angesichts der zurückliegenden Weltmeisterschaft und der hohen Dichte an Nationalspielern des FC Bayern München. Was sie in den letzten Wochen dann auch zu spüren bekamen in Form zahlreicher Verletzungen. Ob Ribéry, Robben, Martínez, Alaba, schon wieder Badstuber, und, und, und, so richtig vollständig war die Mannschaft kein einziges Mal während der aktuellen Saison. Und doch hat sie es wieder geschafft, und das letztlich sehr souverän.

Dortmund kann kommen

Heute steht erst einmal das Halbfinale im DFB-Pokal an, und das gegen unseren Lieblingsgegner der letzten drei Jahre: Borussia Dortmund. Deren Trainer, Jürgen Klopp, hat ja im Vorfeld ein bisschen Störfeuer gespielt, als ob eine extra Portion Motivation überhaupt notwendig wäre.

Ich weiß schon, warum ich Klopp tendenziell für arrogant und unsympathisch halte… #gehtgarnicht“Wir sind am Dienstag…

Posted by Michael Hülskötter on Sonntag, 26. April 2015

Denn die Spiele gegen die Lüdenscheider sind immer von einer speziellen Brisanz, und das nicht erst seit diverser Niederlagen, die die rot-weiße Seele sehr geschmerzt haben. Wenn die Bayern aber so spielen wie im Rückspiel gegen den FC Porto, kann es eigentlich nur einen Sieger am Ende geben und der FCB zum 21. Mal im Finale stehen und dabei versuchen, den Pott zum 18. Mal zu gewinnen. Das wäre auch eine ganz besondere Leistung und sogar noch besser als der Meisterschaftsschnitt: Dann gewännen die Bayern nämlich seit 1952/53 alle 3,5 Jahre den Deutschen Pokalwettbewerb.

FCB versus FCB: Zwei große Mannschaften im CL-Duell

Am 23. April 2013 fand in München ein Fußballballspiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe statt. So dachte man zumindest. Da empfing der FC Bayern München den FC Barcelona, und jeder im Stadion ging von einer engen Kiste aus. Dann kam es aber ganz anders und Bayern fegte die Katalanen mit 4:0 aus der Allianz Arena. Und das Rückspiel in Camp Nou endete ebenfalls mit einem klaren Ergebnis: 3:0 für den Lieblingsverein.

Tja, und kommende Woche, am 6. Mai 2015, stehen sich beide Mannschaften wieder im Halbfinale der Champions League gegenüber, und auch dieses Mal scheinen die Vorzeichen ähnlich zu sein. Denn Barcelona hat so grandiose Spieler wie Messi und Neymar in seinen Reihen, bei den Bayern Robben, Ribery, Thiago und Co. Wenngleich beide Erstgenannten nicht vollkommen fit bzw. in Form sind. Aber gerade für die beide Duelle mit dem aktuellen Tabellenführer der Primera Divisón wären Franck und Arjen immens wichtig. Aber, und das hat das grandiose 6:1 gegen Porto gezeigt, ist die Mannschaft auch ohne seine beiden Ausnahmespieler zu Großem fähig.

Am Ende steht eine sehr gute Saison, so oder so

Ganz gleich, wie die Spiele gegen Dortmund und Barcelona ausgehen: Es wird wieder einmal eine großartige Saison des FC Bayern München sein. Denn trotz aller Verletzungen und persönlicher Rückschläge für einzelne Spieler ist man bereits Deutscher Meister und steht in zwei Halbfinalen. Das muss uns erst einmal einer nachmachen.

Double-Meister FC Bayern: Das sehr gute Ende einer tollen Saison


Double-Sieger 2014Als Anhänger eines der erfolgreichsten Vereine dieses Planeten mögen manchmal die Ansprüche in den Himmel wachsen. Das hat die abgelaufene Spielzeit 2013/2014 wieder einmal trefflich demonstriert.

Denn nach der Triple-Saison 2012/2013 konnte es eigentlich nur schlechter werden, doch das Gegenteil stellte sich ein. So kam mit Pep Guardiola ein Trainer an Bord, von dem jeder Fußballverein nur träumen kann. Denn der FC Bayern hat ihn einfach so verpflichtet, und schon sprach jeder vom bevorstehenden Zauberfußball, den dieser Startrainer aus Katalonien an der Isar etablieren würde. Genauso, wie er es vier Jahre lang mit dem FC Barcelona praktizieren ließ. Und es kam exakt so, wie es sich alle erhofft hatten.

Besser noch: Es wurde viel, viel besser. Denn die Mannen rund um Schweinsteiger, Ribéry und Co. spielten einen Zauberfußball, der in Sachen Geschwindigkeit und Dominanz den Vorgängerfußball unter Jupp Heynckes toppte, womit wirklich nicht zu rechnen war. Das ließ mich Mitte Februar zu der Aussage hinreißen, dass es als Bayern-Fan schon mal ganz schön langweilig sein kann. Und dass meine ganze Hoffnung auf dem FC Arsenal liege, damit der Londoner Club mal wieder für so etwas wie Spannung sorgen könnte. Vergebens.

Ende März war es dann soweit: Der FC Bayern wurde am 27. Spieltag mit einem 3:1 bei Hertha BSC Berlin so früh Deutscher Meister wie noch keine deutsche Mannschaft je zuvor, und ich philosophierte sogleich darüber, was das wohl für die restliche Saison bedeuten könnte. Guardiola tat das leider auch, indem er verkündete, dass der FC Bayern die Spielzeit 2013/2013 ab sofort ad acta lege. Was wohl in gewisser Weise ein Fehler war.

Denn die Auswirkungen zeigte sich gleich am nächste Spieltag beim 3:3 gegen Hoffenheim, und das in der Allianz Arena, in unserer Trutzburg. Und eine Woche später verloren wir gar mal wieder ein Spiel, und das nach 53 unbesiegten Matches. Klar, das war der Aufstellung geschuldet und dem Umstand, dass die Spieler bereits mit dem Kopf beim bevorstehenden Chmapions-League-Spiel gegen Manchester United waren. Schlau war es aber vielleicht trotzdem nicht.

Konsequenterweise folgte sogleich die nächste Pleite, und dieses Mal war es ein deftiges 0:3. Zuhause. Gegen Dortmund, ausgerechnet. Da merkte man zum ersten Mal, dass den Bayern die fußballerische Leichtigkeit irgendwo zwischen Berlin und Mainz abhanden gekommen war, und der Zauberfußball der ersten 27 Spielrunden war irgendwohin verschwunden.

Zwar glaubte ich bei der Auslosung zum Halbfinale der Champions League noch ein gutes Los, was sich aber spätestens nach der 0:4-Klatsche im eigenen Stadion gegen Real Madrid als Trugschluss herausgestellt hatte. Und dann nahm auch noch Guardiola die komplette Schuld auf sich, die Niederlage gegen Madrid ganz alleine verantworten zu müssen. Doch hätte man nicht mal sagen könnte: Mensch, man muss auch mal verlieren können?

Ja, hätte man, aber der FC Bayern wäre nicht dort, wo er steht, wenn sie zufrieden wären mit dem, was sie bereits erreicht haben. Und so wurde aus dem letzten Spiel der Saison, das im Pokalendspiel gegen Borussia Dortmund mündete, erstens ein Charaktertest für die Mannschaft und zweitens eine Nagelprobe für Guardiola, ob er auch etwas anderes spielen lassen kann als Ticki-Tacka.

Und ja, er kann! Und wie!

Denn Pep Guardiola überraschte alle mit einer taktischen Aufstellung, die etwas hatte vom ultimativen Meisterstück. Und genau das wurde es dann auch. Denn mit einer Dreierkette, die in der Vorwärtsvbewegung der Bayern in eine Fünferette mutierte, mit einem Arien Robben in der Spitze und einem hängenden Sechser Javier Martinez kamen die Dortmunder bis auf ganz wenige Momente (wie beim zu unrecht nicht gegebenen Tor von Mats Hummels) nicht bis gar nicht zurecht.

Und so schossen Arjen Robben und Thomas Müller den FC Bayern München zum zehnten Double-Gewinn seiner Vereinsgeschichte. So wurde diese tolle Saison zum Glück mit einem großartigen Ende veredelt. Und die Kinder und ich pilgerten zur Double-Meister-Sause am Marienplatz. Was für ein Glück! Danke, Bayern! Danke, Pep!

Warum der FC Bayern gegen Real Madrid seine Leichtigkeit wiederfinden kann [Upd]

Real Madrid vs. FC Bayern MünchenVor eineinhalb Wochen, kurz nach der Auslosung des Champion-League-Halbfinales, habe ich über das tolle Los gejubelt: dem FC Bayern München wurde Real Madrid zugewiesen, und das auch noch mit Heimspielrecht im Rückspiel. An dieser meiner Meinung hat sich nichts geändert. Höchstens an den Vorzeichen.

Kein Ticki-Tacka und keine 50-m-Diagonalpässe mehr

Denn noch bis zu dem Spiel gegen Borussia Dortmund war klar, wer der klare Favorit auf die Finalteilnahme ist. Seitdem hat der FCB allerdings das Spielerische seiner Fußballkunst ein wenig aus den Augen verloren. Keine Ticki-Tacka-Ballstaffetten mehr, keine Diagonalepässe von Toni Kross mehr über 50 Meter, keine Fünffach-Übersteiger mehr von Franck Ribéry. Geblieben ist eine offensichtlich verunsicherte Mannschaft, und keiner weiß, warum. Nun ja, es gibt vielleicht den ein oder anderen Erklärungsversuch. Vielleicht war es die ständige Rotiererei von Pep Guardiola, nachdem feststand, dass die Bayern so früh wie noch nie in ihrer Geschichte Deutsche Meister waren. Die unglückseilige Verletzung von Thiago, einem der besten Bayern-Spieler bis zu diesem Zeitpunkt. Die unnötigen Niederlagen gegen Mainz und Dortmund, die möglicherweise der Rotation zugrunde liegen.

Das Fehlen von Manu Neuer könnte schwer wiegen

Update: Die gute Nachricht kommt von der taktischen Aufstellung des FC Bayern: Manuel hat seine Verletzung überwunden und wird im Tor stehen. Und auf Seiten Madrids wird Ronaldo von Anfang spielen, im Gegensatz zu Gareth Bale. Aufstellung Real Madrid FC Bayern München Und jetzt fehlt auch noch Manuel Neuer, wie es scheint, der sich gegen Dortmund an der Wade verletzt hat und seitdem an seinem Comeback arbeitet. Klar, mit Lukas Raeder steht ein passabler Ersatzmann für Neuer parat, der wie die Nummer 1 in Gelsenkirchen ausgebildet wurde. Aber zum einen fehlt Raeder die Erfahrung und Klasse eines Manuel Neuer, und zum anderen verfügt der Stammkeeper des FC Bayern über eine Ballbehandlung, um die ihn so mancher Feldspieler beneiden mag. All diese möglichen Gründe sollen die Kicker um Lahm, Schweinsteiger und Co. aber nicht davon abhalten, gegen Real Madrid ein gutes Spiel abzuliefern, denn sie werden das Fußballspielen doch nicht verlernt haben in den letzten Wochen. Und klar ist auch: Heute können sie sich die Leichtigkeit ihres Spiels wieder zurückholen – oder sie weiter zuschütten. Hoffen wir mal auf das Beste. Go, Bayern, go!

Real Madrid vs. FC Bayern München

Tolles Los: FC Bayern spielt gegen Real Madrid

Das große Stöhnen in Madrid war bis nach München zu hören, als Freitag Mittag im fernen Nyon die Halbfinalepartien der Champions League gezogen wurden. Dabei verkam zunächst einmal die Veranstaltung zur Mini-Farce, denn was in einer Viertelstunde (max.) hätte abgehandelt werden können, nahm etwa 45 Minuten in Anspruch.

Der „Missetäter“ für das Unwohlsein in der spanischen Hauptstadt war schnell ermittelt: Luís Figo, selber einer der großen Real-Spieler von 200 bis 2005, zog nächst Real Madrid aus dem Lostopf, um anschließend die rote Kugel mit dem Inhalt „FC Bayern München“ zu präsentieren.

„Nicht schon wieder diese Bayern!“, muss wohl in der Chefetage und auf dem Trainingsgelände des derzeitigen Tabellendritten der spanischen Primiera Division ausgerufen worden sein. Und das zurecht, schließlich hat man an die „Bestia Negra“ aus „Múnich“ primär schlechte Erinnerungen.

5x KO-Sieger und zwei weitere Erfolge gegen Real Madrid

Bereits 20 Mal standen sich der FC Bayern München und Real Madrid in der langen Geschichte des Landesmeistercups gegenüber, und das seit der Saison 1975/76. Davon gingen die Bayern insgesamt fünf Mal in KO-Paarungen als Sieger vom Platz, obendrein siegten sie in der Saison 1999/2000 zwei Mal in der damals noch existierenden Zwischenrunde.

Vor allem aber die letzten zwei Partien, ebenfalls das Halbfinale der Champions League, sind den Madrilenen wohl noch in unguter Erinnerung. Da verloren sie zwar in München mit 1:2, führten beim Hinspiel acht Tage später aber bereits in der 14. Minute durch zwei Tore von Cristiano Ronaldo mit 2:0 und wähnten sich wohl schon im Reich ihrer Träume.

Doch ein Elfmeter in der 27. Minute von Arjen Robben und ein aufopferungsvoll kämpfender FC Bayern München erzwangen die Entscheidung im Elfmeterschießen, in dem die bayerischen Spieler Alaba, Gómez und Schweinsteiger trafen und einen weinenden Ronaldo zurückließen.

Die Vorzeichen sprechen für den FC Bayern München

Die Vorzeichen für den FC Bayern stehen für die Neuauflage des Halbfinales 2011/2012 also sehr gut, zumal der Superstar der Madrilenen aufgrund muskulärer Probleme auszufallen droht. Und was Real Madrid ohne Ronaldo wert ist, hat der Verein letzte Woche beim äußerst schmeichelhaften 0:2 gegen Dortmund gezeigt: Nicht viel, wenn man sie denn gehörig unter Druck setzt. Und das können Schweinsteiger, Ribéry, Robben und Co. ganz vorzüglich.

Also, auf geht’s, ihr Bayern! Kehrt noch einmal die „Bestia Negra“, die schwarze Bestie heraus! Auf das Ronaldo wieder so herzzerreißend weint…

FC Bayern steht im Halbfinale der Champions League, und das ist gut so!

FC Bayern-Flagge, extra gehisst in Emsdetten, NRW
Die FC Bayern-Flagge, extra gehisst in Emsdetten, NRW

Was wurde nach der Auslosung des Champions League Viertelfinales nicht alles geschrieben: Manchester United sei das einfachste Los aller verbliebenen Mannschaften, das wird quasi ein Selbstläufer, etc. Dann kam das Hinspiel in Old Trefford, und spätestens nach Schlusspfiff wussten die ganzen Schlaumeier: Na, das ist doch keine „g’mahte Wies’n“ (bayerisches Idiom für einen günstigen Ausgang, der schon im Vorhinein feststeht).

Klar, die Bayern haben die 90 Minuten gegen ManU dominiert und lagen am Ende in allen Statistiken vorne, aber Zahlen alleine lassen eine Mannschaft nicht gewinnen oder verlieren. ManU hatte einen Plan, und den haben sie ziemlich gut umgesetzt, wobei im Falle einer Doppel-Viererkette sicherlich nur Defensivfetischisten die Note „gut“ vergeben. Man könnte auch sagen: Rooney & Co. haben sich das 1:1 „ermauert“. Nicht schön, aber hey, so ist Griechenland anno 2004 unter Otto Rehhagel Fußballeuropameister geworden.

Mauermannschaften haben in der CL nichts verloren

Und gestern? Da war es erst mal nicht anders als letzte Woche, nur mit einem Unterschied: Bayern hat am Ende gewonnen dank der Tore von Mandzukic, Müller und Robben, und das in einer eindrucksvollen Art und Weise. Und damit gleichzeitig belegt: Mauermannschaften wie Manchester United haben in einem Halbfinale der Champions League nichts verloren. Und das ist auch gut so!

Fazit: Morgen Mittag wird dem FCB der FC Chelsea zugelost, dann kann die Mannschaft um Pep Guardiola die nächste Defensivkünstlertruppe aus dem Wettbewerb eliminieren. Zudem haben wir mit Mourinho & Co. noch eine Rechnung offen. Und außerdem muss sich ja irgendwer um die Verbesserung der Fünf-Jahres-Wertung der Bundesliga kümmern…

So sehen Sieger aus: Die erfolgreiche Startelf gegen ManU
So sehen Sieger aus: Die erfolgreiche Startelf gegen ManU

Der schnellste Deutsche Meister aller Zeiten und was das für die restliche Saison bedeutet

MeisterschaleLange war es hier still. Nicht etwa, weil meine Leidenschaft für den FC Bayern erloschen ist, im Gegenteil. Mit jedem neuen Rekord finde ich diesen Verein noch geiler als zuvor, selbst wenn sich schon mal etwas Langeweile breit macht.

Nein, ich habe mich ganz bewusst zurückgehalten in den letzten Wochen, da ich die mediale Hetze gegen Uli Hoeneß unerträglich fand und ich mich einfach nicht als ein weiteres Medium betätigen wollte. Außerdem hatte ich in den vergangenen Wochen sehr gut zu tun. Also, beruflich und so.

Doch mittlerweile ist es wieder etwas ruhiger geworden um die 28,5 Millionen, zudem ist vorgestern etwas wahrlich Historisches passiert, sodass ich heute einfach nicht anders kann, als das am Dienstag Geschehene in einen metaphysischen Kontext zu packen.

Schnellster Deutscher Meister aller Zeiten…

Die Profifußballer der FC Bayern München AG sind nämlich seit 1963 zum 24. Mal Deutscher Meister geworden, und das so früh wie keine andere Mannschaft je zuvor. Dabei hat sie sich selbst um einen weiteren Spieltag gesteigert, denn letzte Saison war der FCB „erst“ am 28. Spieltag Meister. Dieses Mal ist ihm das bereits in der 27. Runde der aktuellen Saison 2013/2014 gelungen.

Ich will jetzt gar nicht alle Rekorde aufzählen, das machen ja andere unentwegt.  Ich will mich lieber darauf konzentrieren, was diese frühe Entscheidung des wichtigsten Bundesliga-Titels für den Rest der Spielzeit bedeuten könnten.

… und die Konsequenzen daraus

Zunächst einmal: Pep Guardionla wird wohl noch heftiger als bisher die Rotationsmaschine anwerfen, auf dass alle regelmäßig spielen können. Das ist angesichts der noch wirklich herausfordernden Spiele in der Champions League von immanenter Wichtigkeit. Denn wie schnell kann sich einer der Schlüsselspieler à la Ribéry, Robben, Thiago, Schweinsteiger, etc. verletzen. Oder es wird ein Spieler mit Rot bedacht und damit in ein, zwei Spielen fehlen (siehe Jerôme Boateng letzte Saison im Achtelfinale der CL).

Außerdem hilft der regelmäßige Einsatz aller bayerischen Angestellten des Fußballbetriebs, die Laune hochzuhalten und erst gar keinen Frust bei dem ein oder anderen aufkommen zu lassen. Aber das scheint Guardiola wie schon sein Vorgänger Heynckes auf Trefflichste zu beherrschen. Da muss man sich wohl keine Sorgen machen.

Taktische Spielchen im Hinblick auf Real Madrid

Und noch ein wichtiger Aspekt könnte mit der frühen Meisterschaft einher gehen: Guardiola kann jetzt noch intensiver als bisher seine taktischen Spielchen perfektionieren und während eines Spiels die Mannschaft zwei bis fünf Mal komplett verändern. So für den Ernstfall, sollten die Bayern im Halbfinale beispielsweise auf Real Madrid oder Barcelona treffen. Aber davor stehen ja erst noch die zwei Begegnungen gegen Manchester United an.

Denn um diese Spiele geht es noch in der Saison. Alles andere ist nur noch Beigabe. Und die Verteidigung des CL-Titels. Und des Tripels. Und des Quintripels. Aber so weit sind wir lange noch nicht…

Warum es als Bayern-Fan ganz schön langweilig sein kann

MeisterschaleDas ich diesen Satz einmal sagen respektive schreiben würde!?!

Als Bayern-Fan kann es ganz schön langweilig sein. Wie fühlt sich eigentlich verlieren an?

Aber genau so geht es mir gerade, irgendwie. Klar schaue ich gerne die Spiele des FC Bayern München an, aber gestern, beim Match gegen den SC Freiburg, habe ich mich tatsächlich dabei ertappt, dass ich lieber geplaudert habe, als mich auf die zweiten 45 Minuten zu konzentrieren.

Wenn der Fußball zirkuliert…

Wozu auch, schließlich verläuft seit einer gefühlten Ewigkeit ein Fußballspiel des FCB ungefähr so ab: Der Ball zirkuliert mit einer unfassbar schlafwandlerischen Sicherheit durch die eigenen Reihen, ohne dass der Gegner auch nur ansatzweise an den Ball kommt. Das geht dann so lange, bis der ballführende Spieler die Lücke oder den freien Mitspieler erkennt, die Pille genau da hin spielt, der nimmt die Kugel, es macht ticki-tacka, und schon  1:0, 2:0, 3:0. Und der Rest des Spiels ist dann fast schon Routine.

Das geht jetzt schon seit August 2013 so, seitdem sämtliche Spieler, Trainer und Verantwortliche des Bayern München beschlossen haben, möglichst kein Spiel mehr zu verlieren. Und genau das haben die Kicker um Pep Guardiola in die Tat umgesetzt: In der Liga ging ein einziges in der Saison 2012/13 ein einziges Spiel verloren, nämlich gegen Leverkusen, im DFB-Pokal gar nicht und in der Champions League verließen sie den Platz genau dreimal als Verlierer: gegen Borisow und gegen Arsenal (2012/2013) sowie gegen Manchester City (2013/14). Das war’s. Vier Niederlagen in eineinhalb Jahren. Wenn das nicht Langeweile verströmt, was dann.

Okay, ich will mich wirklich nicht beklagen, es gibt natürlich Schlimmeres. Zum Beispiel das, was gerade in Hamburg abgeht. Aber es gibt so Momente, da wünschte ich mir mal wieder eine kleine Erdung dieses Vereins, so ein Signal „Hallo, ihr seid auch angreifbar und verletzlich!“. Irgendetwas in dieser Richtung. Vielleicht wird mein Flehen ja schon in drei Tagen erhört, wenn es in London gegen den aktuell Zweitplatzierten der Premier League, den FC Arsenal geht.

Kann mich der FC Arsenal erlösen? Wohl kaum…

Allerdings haben die Männer um Podolski und Özil derzeit nicht unbedingt einen Lauf: 1:5 gegen Liverpool, 2:2 gegen Southhampton und aktuell ein schmales 0:0 gegen Manchester United, die auch schon bessere Tage gesehen haben. Meine Hoffnung ist daher nicht allzu groß, dass sich mit dem Spiel gegen Arsenal großartig an der Dominanz der Bayern etwas Fulminantes ändern wird. Und das ohne Franck Ribéry, Xherdan Shaqiri und einen noch nicht fitten Bastian Schweinsteiger.

Aber irgendwann wird es ein Verein wieder einmal schaffen, dem FC Bayern zumindest Paroli bieten zu können. Wider die Langeweile, für mehr Spaß am Fußball.

PS: Gerade lese ich, dass der FC Arsenal den FC Liverpool aus dem FA-Cup gekegelt hat. Ein Lichtschimmer?! Ja, ganz bestimmt! Go, Arsenal, go!

In knapp 220 Stunden geht es zum Glück weiter [Update]

fcb emblemIn knapp 220  Stunden, genauer gesagt am 24. Januar 2014 um 20:30 Uhr, ist sie zum Glück wieder vorbei, die „stade“ Zeit. Denn dann beginnt die Rückrunde der Bundesligasaison 2013/2014 mit dem Klassiker Borussia Mönchengladbach vs. FC Bayern München.

Es bleibt also genug Zeit, die Vorrunde ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen und ein Blick zu werfen auf die kommenden Spiele.

Zahlen einer Vorrunde: 14 Siege, keine Niederlage und 7 (10) Punkte Vorsprung

Allmählich ist man als Bayern-Fan ein wenig verwöhnt: Nach der grandiosen Saison 2012/2013 machen die Bayern nahtlos dort weiter, wo sie am 1. Juni 2013 mit dem 3:2-Pokalsieg gegen den VfB Stuttgart aufgehört haben. In Zahlen bedeutet das in der absolvierten Hinrunde der Saison 2013/14: 14 Siege, 2 Unentschieden und Null Niederlagen. Macht in Summe 44 Punkte und 42:8 Tore.

Damit müssen die ersten (und einzigen) Verfolger Leverkusen und Dortmund bereits jetzt einem gut gemeinten Ratschlag Uli Hoeneß‘ folgen und das Fernglas herausholen. Und sollten die Bayern am 29. Januar das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart gewinnen, betrüge der Vorsprung auf Bayer und den BVB bereits 10 respektive 14 Punkte. Damit ist die Meisterschaft schon wieder so gut wie entschieden, oder?!

Aber auch in Champions League und DFB-Pokal sieht es nicht so schlecht aus. Die Vorrunde des Europäischen Meistercups haben die Bayern (fast) souverän mit 15 Punkten als Gruppenerster abgeschlossen, nur im letzten Spiel gegen Manchester City schwächelten sie ein wenig und mussten am Ende etwas froh darüber sein, nicht 4:2, sondern „nur“ 3:2 verloren zu haben. Andernfalls wäre nämlich der erste Platz futsch gewesen. Nur gut, dass Manchester sich der Chance offenbar nicht bewusst war, den Bayern Platz 1 noch zu mopsen.

Und im DFB-Pokal lief es bisher auch wie geplant: 5:0 gegen Rehden, 4:1 gegen Hannover und ein 2:0 gegen Augsburg sind klare Ergebnisse. Jetzt wartet im Viertelfinale bereits das dritte Auswärtsspiel der laufende Runde, und zwar beim Hamburger Sportverein.

Ausblick: Acht Auswärtsspiele in 12 Spielen, das wird nicht einfach

Was mich direkt zum Ausblick auf die nächsten Spiele bringt. So sieht der Spielplan der kommenden Wochen aus:

18. Januar: letztes Testspiel vor Beginn der Rückrunde gegen Red Bull Salzburg

Ergebnis: Null zu drei

24. Januar: Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach (18. Spieltag, 20:30 Uhr)

Ergebnis: zwei zu null

29. Januar: Auswärts-Wiederholungsspiel gegen VfB Stuttgart (17. Spieltag, 20:00 Uhr)

2. Februar: Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (19. Spieltag, 17:30 Uhr)

8. Februar: Auswärtsspiel gegen 1. FC Nürnberg (20. Spieltag, 15:30 Uhr)

12. Februar: Auswärtsspiel gegen den Hamburger Sportverein (Viertelfinale DFB-Pokal, 20:30 Uhr)

15. Februar: Heimspiel gegen den SC Freiburg (21. Spieltag, 15:30 Uhr)

19. Februar: Auswärtsspiel gegen Arsenal London (Achtelfinale Champions League Hinspiel, 20:45 Uhr)

23. Februar: Auswärtsspiel gegen Hannover 96 (22. Spieltag, 18:30 Uhr)

1. März: Heimspiel gegen FC Schalke 04 (23. Spieltag, 18:30 Uhr)

8. März: Auswärtsspiel gegen VfL Wolfsburg (24. Spieltag, 15:30 Uhr)

11. März: Heimspiel gegen Arsenal London (Achtelfinale Champions League Rückspiel, 20:45 Uhr)

Danach werden wir besser wissen, wo der FC Bayern München in der Saison 2013/2014 steht. Hoffen wir mal das Beste!

Manu Neuer ist der beste Torhüter der Welt [Youtube-Video]

manuel neuerJetzt ist es also amtlich: Manuel Neuer, der Torhüter der FC Bayern München, ist der Beste seines Fachs. Und das: zurecht. Er konnte sich bei der (inoffiziellen) Wahl des International Federation of Football History und Statistics (IFFHS) ganz klar vor Gianluigi Buffon von Juventus Turin und Petr Cech vom FC Chelsea durchsetzen.

Wobei „durchsetzen“ es nicht ganz genau trifft. Denn mit einem Vorsprung von über 130 bzw. 140 Punkten kommt dieser „Sieg“ einer Klatsche für den Zweit- und Drittplatzierten gleich.

An dieser Wahl gibt es auch gar nichts zu rütteln, zu dominant war der FC Bayern im Jahr 2013, und großen Anteil daran hatte zweifelsohne Manuel Neuer. Denn er ist ein Torhüter moderner Prägung, der nicht nur fantastisch hält, sondern auch eine Art Libero spielen kann. Damit bewegt er sich immer ganz weit vorne an seinem Strafraum, was zwar Risiken birgt, gleichzeitig aber auch für ganz viel Tempo bei schnellen Konterversuchen sorgt. Und das ist Neuer im letzten Jahr nicht nur einmal gelungen.

Mit der Wahl zum Welttorhüter befindet sich Manu Neuer übrigens in guter Gesellschaft: Oliver Kahn hat diesen Titel während seiner Karriere gleich drei Mal gewonnen, nämlich 1999, 2001 und 2002. Das sollte Manu doch auch noch gelingen. Zeit genug dafür hat er ja. Schließlich ist er erst 27 Jahre alt.

Und für alle, die nicht glauben wollen, dass er zurecht Welttorhüter des Jahres 2013 geworden ist, folgen hier fünf Minuten feinster Torwartkunst. Und das in HD. Viel Spaß damit.