Archiv für den Monat: Oktober 2016

Am 22.0.2016 gewinnt der FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:0

Vom Ende einer sogenannten „Krise“: #FCBBMG_2zu0

Ich persönliche konnte ja das ganze „Krisen“Gerede nicht nachvollziehen und hielt es für medial aufgeblasenes Geschwätz. Und spätestens seit gestern sehe ich meine Vermutung als belegt an: Der FC Bayern befand sich zu keiner Sekunde in einem Formtief, sondern allerhöchstens in einem Konzentrationstief. Das wurde bereits am letzten Mittwoch beim souveränen 4:1 gegen den PSV Eindhoven klar, noch klarer aber trat diese Bestätigung gestern zutage.

Eine „Krise“ des FC Bayern München? Die hat es nicht gegeben!

Da wurde nämlich der vermeintliche „Angstgegner“ des FC Bayern, die „Fohlen“ aus Mönchengladbach, von einem zu jeder Zeit dominierenden Team aus der bayerischen Landeshauptstadt kontrolliert, spielerisch in Schach gehalten, vom eigenen Tor weggehalten, usf. Da mochte man sich ein wenig die Augen reiben ob der Dominanz der Münchner, vor allem in der ersten Halbzeit. Sieht man sich das gesamte Spiel an, kommen die Bayern auf 17 Torschüsse (Gladbach: 3) und auf 817 Pässe (Gladbach: 479) bei einer Passquote von 90,3%. Ein weiterer Beleg für die bayerische Überlegenheit:  Sie konnten über 57 Prozent aller Zweikämpfe für sich entscheiden (Gladbach: 42,7%).

Fasst man diese und weitere statistische Werte zusammen, ist das Ergebnis von 2:0 zwangsläufig und spiegelt vor allem eines wider: Die „Krise“ hat es nicht gegeben, und der FC Bayern München kann sich ab sofort wieder aufs Fußballspielen konzentrieren. Denn die nächsten Aufgaben in Pokal, Liga und Champions League warten schon, und das innerhalb der nächsten eineinhalb Wochen. Also, langweilig wird es sicherlich nicht. Zumal auch wieder bessere Mannschaften gegen die Münchner spielen werden als die Gladbacher am gestrigen Samstag.

Alles richtig gemacht, Signore Ancelotti!

Ach ja: Meine gestrige Verwunderung ob der Münchner Ausstellung hat sich während der 90 Minuten nicht bestätigt. Rafinha? Ein großes Spiel inklusive einer Zuckerflanke zum 1:0 durch Arturo Vidal. Martínez und Hummels als Innenverteiderpärchene? Sehr souverän, wenngleich sie von den Gladbacher „Stürmern“ auch nicht wirklich gefordert wurden. Daher ist das Fehlen von Kimich, Lahm und Co. nicht wirklich aufgefallen. Daher: Alles richtig gemacht, Signore Ancelotti!

austellung-des-fcb-gegen-gladbach

FC Bayern vs. Gladbach: ohne Kimich, Lahm und Boateng?!

In knapp einer halben Stunde ist es wieder soweit, da spielt der FC Bayern München gegen seinen „Lieblingsgegner“, die Borussia aus Mönchengladbach. Dieses Duelle zeichnen sich seit jeher durch eine gehörige Portion Brisanz aus, denn oft finden diese Spiele auf Augenhöhe statt – egal, ob in Gladbach oder in München. Daher drängen sich angesichts der heutigen Aufstellung des Signore Ancelotti diverse Fragen auf:

>> Warum lässt der Trainer gegen einen solch konterstarken Gegner nicht mit dem derzeit weltbesten Innenverteidigerduo Hummels/Boateng spielen, sondern stellt neben Hummels den Kollegen Martínez auf? Zugegeben, letzterer kann auch Fußball spielen, aber als Duo sind Hummels und Boateng nur schwer zu bezwingen.

>> Warum sitzt ein Joshua Kimich auf der Bank, dafür steht ein Xabi Alonso in der Startelf? Denn: Mit Kimich kann man derzeit kaum etwas falsch machen, da er in blendender Verfassung ist und sogar regelmäßig als Torschütze auffällt (aktuell: 7 Tore in den bisherigen Pflichtspielen des FCB). Alonso hingegen ist immer für einen Stock- bzw. Abspielfehler gut, was gegen die schnellen Gladbacher fatal sein kann.

>> Gegen eine Spitzenmannschaft wie Gladbach sollte man sein bestes Personal aufwarten, warum dann ausgerechnet Lahm nicht spielt und dafür Rafinha auf Rechts verteidigt, wird wohl Carlo Ancelotti beantworten können, sollte über die linke Angriffsseite der Gladbacher ein Tor (oder mehr) fallen.

Aber gut, trotz dieser auf den ersten Blick seltsam anmutenden Entscheidungen des Signore steht da ein Topmannschaft auf dem Rasen, die den „Fohlen“ vom Niederrhein Paroli bieten und den Abstand auf die Lüdenscheider weiter vergrößern kann – da diese heute dankenswerterweise nicht über ein Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten aus Ingolstadt hinausgekommen sind.

Na dann: Gutes Spiel und drei Punkte, bitte sehr!

 

Die bisherigen Resultate des FC Bayern München in der Champions League 2016/2017

Warum eine „Krise“ nicht immer eine Krise ist

Ich kann! es nicht mehr hören! Geschweige denn lesen oder per Zappelvideo sehen. Was ich meine? Ich rede von der vermeintlichen „Krise“ des FC Bayern München. Denn die ist genauso absurd wie eine Diskussion darüber, ob der Papst neue Kleider braucht für den Winter. Doch warum passiert das gerade? Nun, dafür gibt es ausreichend Gründe:

1. Die Bundesliga soll mal wieder spannend werden, und das um jeden Preis. Da fabulieren die Gazetten schon mal gerne über eine „Krise“, die auf den zweiten Blick keine ist. Und wenn dann auch noch Mannschaften wie der 1. FC Köln und RB Leipzig auf den Plätzen zwei und drei rangieren – um so toller. Da wird dann auch schon mal die Sensationsmeisterschaft des 1. FC Kaiserslautern aus der Saison 1997/98 unter Otto Rehhagel herausgekramt.

2. Der Trainerwechsel vom Über-Über-Über-Perfektionisten Pep Guardiola zum „Lebemann“ Carlo Ancelotti wurde mit großer Spannung erwartet und nach den ersten Erfolgen in Bundesliga und Champions League als geglückt eingestuft. Doch dann folgte die Auswärtsniederlage gegen Atletico Madrid (die derzeit Erster der Spanischen „La Liga“ sind, nur mal so!), und zwei teils spielerisch dürftige Unentschieden gegen Köln und Frankfurt (die beide sehr mutig und taktisch klug gespielt haben), und schon wird das Engagement Ancelottis infrage gestellt.

Klar, ein Fußballtrainer, der mit dem AC Mailand zweimal die Champions League gewonnen hat, mit Real Madrid diese Trophäe einmal holte und darüber hinaus als Spieler und Trainer weitere zahlreiche Titel gewinnen konnte, kann von Fußball und wie man diesen spielen lässt, wohl wenig bis gar keine Ahnung. Klar ist auch, dass es alle selbst ernannten Experten viel besser wissen (und davon gibt es leider viele zu viele), und so wird das neue Konzept und die neue Spielphilosophie von Signore Ancelotti in Grund und Boden geschrieben. Kann ja nix werden mit den Bayern.

3. Artikel, Blogbeiträge und noch so klitzekleine News über und rund um dem FC Bayern München funktionieren immer! Daher füllen die Internetseiten und Totholz-Postillen dieser Republik seitenweise das Geschehen vom erfolgreichsten Verein Deutschlands. Das bringt Klickzahlen und Auflage, selbst wenn es substantiell nichts Neues zu berichten gibt. Da muss dann einfach mal eine „Krise“ herbeigeschrieben werden, und leider beteiligt sich die Führungsriege des FC Bayern auch noch daran.

Zusammengefasst lässt sich also sagen: Eine Krise ist nicht immer gleich ein Krise, nur weil viele Leute darüber schreiben und berichten. Und falls man aus erster Hand wissen will, wie es sich doch anfühlt, so eine Krise, sollte man den Blick nach Wolfsburg wenden. Oder Dieter Hacking fragen…