Archiv für den Monat: März 2014

Der schnellste Deutsche Meister aller Zeiten und was das für die restliche Saison bedeutet

MeisterschaleLange war es hier still. Nicht etwa, weil meine Leidenschaft für den FC Bayern erloschen ist, im Gegenteil. Mit jedem neuen Rekord finde ich diesen Verein noch geiler als zuvor, selbst wenn sich schon mal etwas Langeweile breit macht.

Nein, ich habe mich ganz bewusst zurückgehalten in den letzten Wochen, da ich die mediale Hetze gegen Uli Hoeneß unerträglich fand und ich mich einfach nicht als ein weiteres Medium betätigen wollte. Außerdem hatte ich in den vergangenen Wochen sehr gut zu tun. Also, beruflich und so.

Doch mittlerweile ist es wieder etwas ruhiger geworden um die 28,5 Millionen, zudem ist vorgestern etwas wahrlich Historisches passiert, sodass ich heute einfach nicht anders kann, als das am Dienstag Geschehene in einen metaphysischen Kontext zu packen.

Schnellster Deutscher Meister aller Zeiten…

Die Profifußballer der FC Bayern München AG sind nämlich seit 1963 zum 24. Mal Deutscher Meister geworden, und das so früh wie keine andere Mannschaft je zuvor. Dabei hat sie sich selbst um einen weiteren Spieltag gesteigert, denn letzte Saison war der FCB „erst“ am 28. Spieltag Meister. Dieses Mal ist ihm das bereits in der 27. Runde der aktuellen Saison 2013/2014 gelungen.

Ich will jetzt gar nicht alle Rekorde aufzählen, das machen ja andere unentwegt.  Ich will mich lieber darauf konzentrieren, was diese frühe Entscheidung des wichtigsten Bundesliga-Titels für den Rest der Spielzeit bedeuten könnten.

… und die Konsequenzen daraus

Zunächst einmal: Pep Guardionla wird wohl noch heftiger als bisher die Rotationsmaschine anwerfen, auf dass alle regelmäßig spielen können. Das ist angesichts der noch wirklich herausfordernden Spiele in der Champions League von immanenter Wichtigkeit. Denn wie schnell kann sich einer der Schlüsselspieler à la Ribéry, Robben, Thiago, Schweinsteiger, etc. verletzen. Oder es wird ein Spieler mit Rot bedacht und damit in ein, zwei Spielen fehlen (siehe Jerôme Boateng letzte Saison im Achtelfinale der CL).

Außerdem hilft der regelmäßige Einsatz aller bayerischen Angestellten des Fußballbetriebs, die Laune hochzuhalten und erst gar keinen Frust bei dem ein oder anderen aufkommen zu lassen. Aber das scheint Guardiola wie schon sein Vorgänger Heynckes auf Trefflichste zu beherrschen. Da muss man sich wohl keine Sorgen machen.

Taktische Spielchen im Hinblick auf Real Madrid

Und noch ein wichtiger Aspekt könnte mit der frühen Meisterschaft einher gehen: Guardiola kann jetzt noch intensiver als bisher seine taktischen Spielchen perfektionieren und während eines Spiels die Mannschaft zwei bis fünf Mal komplett verändern. So für den Ernstfall, sollten die Bayern im Halbfinale beispielsweise auf Real Madrid oder Barcelona treffen. Aber davor stehen ja erst noch die zwei Begegnungen gegen Manchester United an.

Denn um diese Spiele geht es noch in der Saison. Alles andere ist nur noch Beigabe. Und die Verteidigung des CL-Titels. Und des Tripels. Und des Quintripels. Aber so weit sind wir lange noch nicht…