Am 22.0.2016 gewinnt der FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:0

Vom Ende einer sogenannten „Krise“: #FCBBMG_2zu0

Ich persönliche konnte ja das ganze „Krisen“Gerede nicht nachvollziehen und hielt es für medial aufgeblasenes Geschwätz. Und spätestens seit gestern sehe ich meine Vermutung als belegt an: Der FC Bayern befand sich zu keiner Sekunde in einem Formtief, sondern allerhöchstens in einem Konzentrationstief. Das wurde bereits am letzten Mittwoch beim souveränen 4:1 gegen den PSV Eindhoven klar, noch klarer aber trat diese Bestätigung gestern zutage.

Eine „Krise“ des FC Bayern München? Die hat es nicht gegeben!

Da wurde nämlich der vermeintliche „Angstgegner“ des FC Bayern, die „Fohlen“ aus Mönchengladbach, von einem zu jeder Zeit dominierenden Team aus der bayerischen Landeshauptstadt kontrolliert, spielerisch in Schach gehalten, vom eigenen Tor weggehalten, usf. Da mochte man sich ein wenig die Augen reiben ob der Dominanz der Münchner, vor allem in der ersten Halbzeit. Sieht man sich das gesamte Spiel an, kommen die Bayern auf 17 Torschüsse (Gladbach: 3) und auf 817 Pässe (Gladbach: 479) bei einer Passquote von 90,3%. Ein weiterer Beleg für die bayerische Überlegenheit:  Sie konnten über 57 Prozent aller Zweikämpfe für sich entscheiden (Gladbach: 42,7%).

Fasst man diese und weitere statistische Werte zusammen, ist das Ergebnis von 2:0 zwangsläufig und spiegelt vor allem eines wider: Die „Krise“ hat es nicht gegeben, und der FC Bayern München kann sich ab sofort wieder aufs Fußballspielen konzentrieren. Denn die nächsten Aufgaben in Pokal, Liga und Champions League warten schon, und das innerhalb der nächsten eineinhalb Wochen. Also, langweilig wird es sicherlich nicht. Zumal auch wieder bessere Mannschaften gegen die Münchner spielen werden als die Gladbacher am gestrigen Samstag.

Alles richtig gemacht, Signore Ancelotti!

Ach ja: Meine gestrige Verwunderung ob der Münchner Ausstellung hat sich während der 90 Minuten nicht bestätigt. Rafinha? Ein großes Spiel inklusive einer Zuckerflanke zum 1:0 durch Arturo Vidal. Martínez und Hummels als Innenverteiderpärchene? Sehr souverän, wenngleich sie von den Gladbacher „Stürmern“ auch nicht wirklich gefordert wurden. Daher ist das Fehlen von Kimich, Lahm und Co. nicht wirklich aufgefallen. Daher: Alles richtig gemacht, Signore Ancelotti!

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FC Bayern vs. Gladbach: ohne Kimich, Lahm und Boateng?!

In knapp einer halben Stunde ist es wieder soweit, da spielt der FC Bayern München gegen seinen „Lieblingsgegner“, die Borussia aus Mönchengladbach. Dieses Duelle zeichnen sich seit jeher durch eine gehörige Portion Brisanz aus, denn oft finden diese Spiele auf Augenhöhe statt – egal, ob in Gladbach oder in München. Daher drängen sich angesichts der heutigen Aufstellung des Signore Ancelotti diverse Fragen auf:

>> Warum lässt der Trainer gegen einen solch konterstarken Gegner nicht mit dem derzeit weltbesten Innenverteidigerduo Hummels/Boateng spielen, sondern stellt neben Hummels den Kollegen Martínez auf? Zugegeben, letzterer kann auch Fußball spielen, aber als Duo sind Hummels und Boateng nur schwer zu bezwingen.

>> Warum sitzt ein Joshua Kimich auf der Bank, dafür steht ein Xabi Alonso in der Startelf? Denn: Mit Kimich kann man derzeit kaum etwas falsch machen, da er in blendender Verfassung ist und sogar regelmäßig als Torschütze auffällt (aktuell: 7 Tore in den bisherigen Pflichtspielen des FCB). Alonso hingegen ist immer für einen Stock- bzw. Abspielfehler gut, was gegen die schnellen Gladbacher fatal sein kann.

>> Gegen eine Spitzenmannschaft wie Gladbach sollte man sein bestes Personal aufwarten, warum dann ausgerechnet Lahm nicht spielt und dafür Rafinha auf Rechts verteidigt, wird wohl Carlo Ancelotti beantworten können, sollte über die linke Angriffsseite der Gladbacher ein Tor (oder mehr) fallen.

Aber gut, trotz dieser auf den ersten Blick seltsam anmutenden Entscheidungen des Signore steht da ein Topmannschaft auf dem Rasen, die den „Fohlen“ vom Niederrhein Paroli bieten und den Abstand auf die Lüdenscheider weiter vergrößern kann – da diese heute dankenswerterweise nicht über ein Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten aus Ingolstadt hinausgekommen sind.

Na dann: Gutes Spiel und drei Punkte, bitte sehr!

 

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Die bisherigen Resultate des FC Bayern München in der Champions League 2016/2017

Warum eine „Krise“ nicht immer eine Krise ist

Ich kann! es nicht mehr hören! Geschweige denn lesen oder per Zappelvideo sehen. Was ich meine? Ich rede von der vermeintlichen „Krise“ des FC Bayern München. Denn die ist genauso absurd wie eine Diskussion darüber, ob der Papst neue Kleider braucht für den Winter. Doch warum passiert das gerade? Nun, dafür gibt es ausreichend Gründe:

1. Die Bundesliga soll mal wieder spannend werden, und das um jeden Preis. Da fabulieren die Gazetten schon mal gerne über eine „Krise“, die auf den zweiten Blick keine ist. Und wenn dann auch noch Mannschaften wie der 1. FC Köln und RB Leipzig auf den Plätzen zwei und drei rangieren – um so toller. Da wird dann auch schon mal die Sensationsmeisterschaft des 1. FC Kaiserslautern aus der Saison 1997/98 unter Otto Rehhagel herausgekramt.

2. Der Trainerwechsel vom Über-Über-Über-Perfektionisten Pep Guardiola zum „Lebemann“ Carlo Ancelotti wurde mit großer Spannung erwartet und nach den ersten Erfolgen in Bundesliga und Champions League als geglückt eingestuft. Doch dann folgte die Auswärtsniederlage gegen Atletico Madrid (die derzeit Erster der Spanischen „La Liga“ sind, nur mal so!), und zwei teils spielerisch dürftige Unentschieden gegen Köln und Frankfurt (die beide sehr mutig und taktisch klug gespielt haben), und schon wird das Engagement Ancelottis infrage gestellt.

Klar, ein Fußballtrainer, der mit dem AC Mailand zweimal die Champions League gewonnen hat, mit Real Madrid diese Trophäe einmal holte und darüber hinaus als Spieler und Trainer weitere zahlreiche Titel gewinnen konnte, kann von Fußball und wie man diesen spielen lässt, wohl wenig bis gar keine Ahnung. Klar ist auch, dass es alle selbst ernannten Experten viel besser wissen (und davon gibt es leider viele zu viele), und so wird das neue Konzept und die neue Spielphilosophie von Signore Ancelotti in Grund und Boden geschrieben. Kann ja nix werden mit den Bayern.

3. Artikel, Blogbeiträge und noch so klitzekleine News über und rund um dem FC Bayern München funktionieren immer! Daher füllen die Internetseiten und Totholz-Postillen dieser Republik seitenweise das Geschehen vom erfolgreichsten Verein Deutschlands. Das bringt Klickzahlen und Auflage, selbst wenn es substantiell nichts Neues zu berichten gibt. Da muss dann einfach mal eine „Krise“ herbeigeschrieben werden, und leider beteiligt sich die Führungsriege des FC Bayern auch noch daran.

Zusammengefasst lässt sich also sagen: Eine Krise ist nicht immer gleich ein Krise, nur weil viele Leute darüber schreiben und berichten. Und falls man aus erster Hand wissen will, wie es sich doch anfühlt, so eine Krise, sollte man den Blick nach Wolfsburg wenden. Oder Dieter Hacking fragen…

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Heimtrikot FC Bayern 2016:17, Frauenversion

Darum hat eine neue Saison stets mit dem richtigen Trikot zu tun

Gestern in vier Wochen beginnt sie wieder, die Fußballbundesliga, und mein FC Bayern München wird wieder eine tragende Rolle spielen – behaupte ich einfach mal ganz kühn. Okay, ja, zugegeben, mit der Prognose, dass der tollste Verein der Welt national wieder das Maß der Dinge sein wird, werde ich wohl nicht ganz alleine auf der Welt sein. Aber darum soll es sich heute gar nicht drehen (mal sehen, morgen vielleicht).

Heute geht es nämlich um etwas ganz anderes, und das hat eher mit der passenden Kleiderwahl zu tun. So habe ich mich bereits mit dem neuen Heimtrikot des FC Bayern München eingekleidet und werde dieses am 26. August 2016 tragen, wenn ich mit Günther dem Eröffnungsspiel der Bundesligasaison 2016/2017 beiwohne. Denn Günther ist Werder-Fan und hat zwei großartige Plätze ergattert, direkt hinter der Trainerbank. Das wird ganz fabelhaft!

Kleider machen Leute – und Fans!

Aber zurück zur Kleiderwahl. Warum habe ich mir dieses neue Trikot besorgt? Immerhin kostet das aktuelle Jersey mehr als 80 Euro, zudem ist es mit einem Polohemdkragen ausgestattet, was ich an einem Fußballtrikot als eher unpassend erachte. Und doch, es sieht gut aus, es ist toll geschnitten, trägt das Climalite-Attribut und hat am Kragen diesen tollen Slogan „Mia San Mia“ eingestickt (für alle Nicht-Bayern: „Wir sind wir“).

Doch dafür 80+ Euro ausgeben? Ja, ein ganz klares Ja! Denn so ein Trikot ist nicht nur ein Mode-Accessoire, sondern vor allem ein Statement. Das da lautet: „Schaut’s her, ihr lieben Leut‘, ich trage „meinen“ Verein ganz nah bei mir, und das Vereinswappen direkt am Herzen!“. Damit mutiert so ein Stück Stoff zu einer Herzensangelegenheit, zu einem Bekenntnis, zu einer Art Credo. Und das trage ich dann vor mir her. Jedes Mal, wenn ich „mein“ Trikot anziehe.

PS: Das FCB-Trikot gibt es auch in einer femininen Variante. Das kann dann die Dame des Herzens an jedem Spieltag anziehen, am besten zwei Stunden vor, während und nach dem Spiel. So als Zeichen der Solidarität. Das wäre doch was, oder?!

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EM 2106 in Frankreich

EM 2016: Was zur Hölle, 11Freunde, soll daran lustig sein?! [Upd]

[Update] Ich stehe und stand wohl mit meiner Meinung zum Glück NICHT alleine da, sodass sich die Redaktion eines Besseren belehren ließ und den Facebook-Eintrag für nicht angemessen erachtet. Respekt, 11Freunde, dann fliegt ihr doch nicht aus meiner FB-Liste. Schließlich machen wir alle mal einen Fehler… [/Update]

Bis dato hielt ich die Jungs und Mädels von 11Freunde für ein durchaus lesenswertes, weil unterhaltsames und informatives Fußballjournal. Alleine schon deshalb, weil sie sich „Magazin für Fußballkultur“ nennen. Diese Annahme musste ich heute leider infrage stellen, als mir folgender Facebook-Eintrag begegnete:

Dieser FB-Post ist aus mehreren Gründen nur schwer tolerier- und nachvollziehbar:

1. Angesichts der aktuellen Ereignisse in Frankreich, wo russische, englische und auch deutsche Hooligans wild prügelnd durch die Städte und Stadien marodieren, ist ein derart unsensibler Umgang mit offenkundiger Gewalt weder lustig noch unterhaltsam. Warum also, 11Freunde-Redaktion, verschafft ihr dieser Szene auch noch ein Publikum?

2. Von einem Stammplatz in euren Herzen zu sprechen, 11Freunde-Leute, soll genau was bezeugen? Dass ihr unfassbar lustig seid? Dass euch kein noch so dümmlich geratener Wortwitz zu peinlich ist? Oder dass ihr ganz tief in euch drin Schalke-Hasser seid und den Gelsenkirchenern auf diesem Weg noch mal das Bundesliga-Finale 2000/2001 vor Augen führen wollt? Was auch immer es ist: Es ist weder lustig noch wortwitzig noch sonst etwas!

3. Selbst wenn der „Grätscher“ und die „Gegrätschten“ in irgendeiner Beziehung zueinander stehen sollten, ist der Hinweis darauf, „wer solche Freunde hat, der braucht zumindest keine Feinde mehr“ ebenfalls ein Hinweis aus der Hölle. Denn ja, solche Freunde braucht niemand, und wenn es Feinde gewesen sein sollten, möchte ich gerne auf Punkt 1 verweisen. Womit sich der Kreis schließt: Das ist wieder nicht lustig noch intelligent noch hat es irgendetwas mit Fußballkultur zu tun!

Denn: (Fußball)kultur, und damit schließe ich meinen kleinen Rant, soll verbinden, Freunde und Freude schaffen, und nicht spalten, trennen und verletzen. Und genau das alles trifft auf diesen euren Beitrag zu.

PS: Ich hoffe sehr, dass uns heute Nachmittag beim Spiel Russland-Slowakei ähnliche Szenen wie beim Spiel der Russen gegen England erspart bleiben. Ansonsten wird es wohl heißen: До свидания, Россия, auf Wiedersehen, Russland!

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1.000 Siege des FC Bayern München

FC Bayern: 1.000 Siege, 1.000 Emotionen, 1.000 Erinnerungen

Samstag Nachmittag, 24.10.2015, lange vor 17:15 Uhr, stand es fest: Der FC Bayern München, aktueller Tabellenerster der Deutschen Fußballbundesliga, wird sein Bundesligaspiel Nummer 1.000 gewinnen, und das seit dem Aufstieg in die höchste Spielklasse im Jahr 1965 . 1.000 Siege, das bedeutet auch 1.000 Emotionen und mindestens genauso viele Erinnerungen, die ich mit diesem Verein verbinde.

Ob das dieses wahnsinnige Saisonfinale des Jahres 2001 war, als ein gewisser Patrik Andersson die Bayern in allerletzter Minute resp. Sekunde zum Deutschen Meister machte oder das verlorene Endspiel gegen Manchester United 1999 oder das gewonnene Endspiel der Champions-League-Saison 2012/2013 gegen die Schwarz-Gelben aus Dortmund – jedes dieser Ereignisse (ob Sieg oder Niederlage) hat einen besonderen Platz in meinen Erinnerungen.

Ein ganz besonderes Spiel war allerdings – auch für mich ganz persönlich – das gewonnene Endspiel der Champions-League-Saison 2000/2001. In diesem Jahr konnte der FC Bayern München nicht nur die Scharte des zwei Jahre zuvor verlorenen Endspiels auswetzen, sondern ich habe dieses Finale zum ersten Mal als Vater erlebt. Damit wird es immer etwas ganz Besonderes bleiben.

Selbst wenn mir dieses Kind im alleremotionalsten Moment ein wenig „im Weg stand“. Aber das ist eine ganz andere Geschichte, die es bald hier nachzulesen gibt.

Zur Erinnerung: Den ersten Sieg in der Bundesliga errang der FC Bayern München am 21. August 1965 gegen Eintracht Frankfurt mit 2:0. Am Ende belegten die Bayern der großartigen dritten Platz, und das als Neuling der 1. Bundesliga. Darüber hinaus gewannen sie in dieser Saison den DFB-Pokal.

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Das zwischenzeitliche 3:1 der Bayern gegen den FC Valencia während der China-Reise 2015

Eine neue Saison beginnt, und es müllert schon wieder!

Der FC Bayern München ist gerade mit einem großen Tross im fernen China unterwegs, der Markterschließung wegen. Klar, angeblich hat der tollste Verein der Welt geschätzte 90 Millionen „Sympathisanten“, und rund 600 Millionen Chinesen sind offenkundig ans Internet angeschlossen. Das ist natürlich sehr verlockend und macht eine neuntätige Promotion-Tour ins Reich der Mitte sehr nachvollziehbar.

Damit verbunden sind diverse Reisestrapazen, die so ein Fußballer sicherlich gut kompensieren kann, zumal die Bayernspieler nicht per „Holzklasse“ reisen müssen. Trotzdem ist so eine Tour anstrengend, schließlich geht es ja auch um die Vorbereitung auf die bevorstehende Saison 2015/2016. Es muss also wieder konzentriert gearbeitet werden, diverse alte und neue Fußballer integriert und aufeinander abgestimmt werden und vieles mehr.

FC Valencia als erster Gegner – beileibe kein Sparringspartner

Zu dieser Reise gehören auch drei Fußballspiele, von denen das erste heute am frühen Nachmittag deutscher Zeit stattfand. Der Gegner war kein unbekannter. Es handelte sich um den FC Valencia, der in der spanischen Primera Division die letzten Saison immerhin mit Platz vier abgeschlossen hat. Das war also beileibe kein einfacher Sparringspartner zum Warmlaufen, sondern ein anspruchsvoller Gegner während der China-Reise, zu denen noch Inter Mailand und FC Guangzhou Evergrande gehören.

Tja, und was soll ich sagen: Das Spiel gegen den Gegner des Champion-League-Finales von 2001 war ein vielversprechender Auftakt in eine neue Saison, die wieder viele schöne Spiele für Fans und Fußballgenießer parat halten könnte. Denn endlich sind bis auf Franck Ribery wieder alle Spieler mehr oder weniger gesund. Obendrein kommt ein Douglas Costa hinzu, der heute schon mal gezeigt hat, wozu er in der Lage ist. Eines ist er auf jeden Fall: schnell, verdammt schnell. Und dass er auch ein tolles Auge hat, bewies er beim Zuspiel zum 3:1 durch Thiago.

Es müllert schon wieder – und das gleich zweimal

Und es müllert schon wieder, denn dieser großartige Fußballer hat heute zweimal in seiner unnachahmlicher Art eingenetzt. Perfekt bedient hat ihn dabei in beiden Fällen Philipp Lahm, der etwas überraschend auf der rechten Außenposition auflief. Aber gut, irgendwer musste ja den wegen Muskelproblemen fehlenden Robben ersetzen. Und wie er das tat!

Aber auch die Abwehr machte insgesamt einen guten Job, wenngleich beim Gegentreffen offensichtlich wurde, woran es den Bayern aktuell mangelt: An guten Innververteidigern. Da Boateng kurzfristig geschont wurde und Dante gar nicht dabei ist, kamen Spieler wie Benatia hinten in der Mitte zum Einsatz. Eine Position, die ihm nicht wirklich zusagt. Aber gut, das wird auch wieder anders sein, wenn es dann richtig ernst wird.

So oder so, die China-Reise geht gut los, sportlich und auch stimmungstechnisch. Denn die meisten der 50.000 Fans im Stadion waren in Rot gekleidet – und waren bei jedem Tor des FC Bayern München sehr euphorisch.

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By Agência Brasil ([1]) [CC BY 3.0 br (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/br/deed.en)], via Wikimedia Commons

FC Bayern ohne Schweinsteiger: traurig!

Update: Mittlerweile sind die Gerüchte der Wahrheit gewichen: Bastian Schweinsteiger verlässt den FC Bayern München alsbald, wie der Twitter-Kanal des FCB vermeldet. Der schönste Tweet dazu ist der hier:

Offiziell ist es noch nicht, aber wenn sogar Frank Buschmann es schon auf Facebook streut, wird es wohl stimmen: Bastian „Basti“ Schweinsteiger verlässt den FC Bayern. Damit geht nicht nur eine Ära zu Ende, die seit 1998 währt, sondern auch eine ganz besondere Beziehung zwischen einem Fußballer, seinem Verein und vor allem seinen Fans. Für die ist er nämlich immer noch der Basti, dessen Stern während der WM 2006 im eigenen Land zusammen mit seinem Kumpel Lukas „Poldi“ Podolski aufging.

Wow! Bastian Schweinsteiger geht zu Manchester United. Ich kann es verstehen. Hat mit Bayern alles gewonnen.

 

Seitdem ist viel passiert: Champions League-Finale wurden gewonnen und verloren, die „Schlacht“ 2014 gegen Argentinien mit dem Hauptakteur Schweinsteiger, und viele großartige Momente, die soviel von einem Fußballer erzählen, der sein halbes Leben beim FC Bayern verbracht hat.

Angefangen hatte alles in der Jugendauswahl, der er 1998 betrat. „Angeheuert“ vom TSV 1860 Rosenheim, spielte er bis 2002 in diversen Jugendteams des FC Bayern, bis er in der Saison 2002/2003 zur Amateurmannschaft der Bayern wechselte. Dort spielte er 34 Mal (mit zwei Toren auf er Habenseite), bis er dann unter Ottmar Hitzfeld zum Stammspieler in der ersten Mannschaft wurde. Seitdem hat er 342 Ligaspiele bestritten, in denen er 45 Tore schoss.

Ein verschossener Elfer und seine Wiedergutmachung

Das alles sind aber nur Zahlen und Statistiken, die den Spieler Bastian Schweinsteiger nicht ansatzweise erfassen oder widerspiegeln. In Erinnerung bleiben nämlich ganz andere Bilder von ihm. Etwa das vom tragischen Ende eines Fußballspiels, das im Grunde gewonnen schien und dann mit einem einzigen verschossenen Elfmeter ein jähes und sehr trauriges Ende fand.

Die Rede ist natürlich vom Finale Dahoam anno 2012 gegen den FC Chelsea. Tragische Figur damals: Bastian Schweinsteiger, der den letzten Elfer unter Zughilfenahme des Londoner Torwarts Cech  an die Innenseite des rechten Torpfostens schob, von dem der verflixte Ball leider nicht ins Tor, sondern aus demselben heraus rollte. Drogba versenkte den letzten Schuss, und die Engländer holten den Pott, der eigentlich den Bayern gehörte.

Aber auch das war und ist Bastian Schweinsteiger, der wieder aufstand und ziemlich genau ein Jahr später mit dem FC Bayern München einen grandiosen Sieg im Wembley-Stadion zu London errang. Dort bezwang man in einem fantastischen Champions-League-Finale den Erzrivalen Borussia Dortmund mit 2:1 und wurde so zum fünften Mal Landesmeister von Europa. Damit war das tragische Erlebnis vom Vorjahr kompensiert und Schweinsteiger und Co. wussten auf einmal: Ja, wir können auch Endspiele!

Weiter, immer weiter! Das BS31-Gen

Heute bin ich mir sicher, dass der Gewinn des CL-Finales gegen Dortmund auch der Grundstein für den WM-Gewinn 2014 in Brasilien war, wo vor allem Bastian im Finale den Nimbus des Unbesiegbaren erlangte. Unvergessen ist sein unbändiger Siegeswille im Spiel gegen Argentinien, als er sich selbst von einer Platzwunde im Gesicht nicht davon abhalten ließ, gemeinsam mit der DFB-Auswahl den vierten Stern nach Deutschland zu holen. Seitdem hat er einen Platz im Geschichtsbuch des deutschen Fußballs innen.

Tja, und jetzt geht er also nach Manchester United, geholt von einem, mit dem er es schon beim FC Bayern München zu tun hatte: Louis van Gaal. Der Trainer von ManU kennt Schweinsteiger natürlich sehr gut und dessen Fähigkeiten, und so hat er sehr erfolgreich solange um die Dienste seines ehemaligen Spielers gebuhlt, bis dieser nicht anders als „Ja“ sagen konnte.

Damit geht eine lange Zeit beim besten Verein der Welt zu Ende, und das ist wirklich sehr traurig. Denn wie ich heute schon auf Facebook geschrieben habe, der FC Bayern ohne Bastian Schweinsteiger, das ist wie Weißwürtscht ohne süßen Senf. Genauso fad und langweilig. Aber so ist es nun einmal und ich hoffe und wünsche ihm, dass die Zeit auf der Insel genauso erfolgreich sein wird wie die mit dem FC Bayern München.

Alles Gute, Bastian!

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Rückspielergebnis FC Bayern FC Barcelona

Gewonnen und doch verloren – zumindest dieses Mal

Nach solch einem Halbfinale wie dem gegen den FC Barcelona könnte man trefflich darüber spekulieren, was gewesen wäre, wenn…

… Robben und Ribéry und Alaba fit und spielfreudig gewesen wäre.

… Guardiola im Hinspiel Müller im Spiel gelassen hätte und stattdessen Martinez oder Rode gebracht hätte, um damit die Defensive zu stabilisieren und das Unentschieden zu sichern.

… die Fußballspieler des FC Bayern München gestern Abend aus ihrem chancenmäßigen Übergewicht drei Tore mehr gemacht hätte.

Ist alles jedoch nur im Konjunktiv gesprochen, und so bleibt leider die etwas schmerzhafte Erkenntnis, dass die Champions League-Saison 2014/2015 für die Münchner Kicker nicht in Berlin im Finale endet. Was angesichts der fußballerischen Limitierung aufgrund der bereits genannten fehlenden Spieler auch fast schon einer Überraschung gleichgekommen wäre.

14 Minuten und ein überragender Sturm waren zuviel

Und doch: Angesichts der zahlreichen Ausfälle, Verletzungen und möglicherweise nicht immer ganz glücklichen Entscheidungen des Trainers bleibt die Erkenntnis, dass man dem FC Barcelona, der derzeit wohl besten Fußballmannschaft der Welt, Paroli geboten hat. Wenn da nicht nur die letzten 14 Minuten vor einer Woche im Camp Nou zu Barcelona gewesen wären.

Aber ich sag mal so: Mit einem Sturm wie dem der Katalanen, bestehend aus den nicht ganz durchschnittlichen Fußballspielern Messi (40 Tore Primera Division + 10 Tore Champions League), Neymar (22 PD + 9 CL) und Luis Suarez (16 PD + 6 CL) hätten sich die Bayern auch durch gesetzt. Alleine diese drei Kicker haben in der bisherigen Saison 78 Tore in der Liga und 25 in der CL geschossen. Das ist beispielsweise ligaseitig so viel wie der FC Bayern München im Spieljahr 2014/2015 insgesamt erzielt hat.

Drei Spieler, ein Marktwert von 260 Millionen Euro!

Berücksichtig man hierbei den aktuellen Marktmarkt dieser drei genannten Ausnahmekönner (Messi: 120 Mio. Euro, Neymar: 80 Mio., Suarez: 60 Mio.) wird schnell klar: Hier traf im Grunde David auf Goliath, und dafür hat sich der kleine Mann mit der Steinschleuder, sprich der FC Bayern, mehr als wacker geschlagen. Besser gesagt: sensationell! Denn der FC Bayern weist insgesamt einen Marktwert von rund 550 Millionen Euro auf, also etwas  mehr als das Doppelte von Messi, Neymar und Suarez.

Was lernen wir daraus? Dass Geld offensichtlich doch Tore schießt und dass die Bayern eine sehr gute Planung für die kommende Spielzeit benötigen. Und vor allem eins: gesunde und fitte Spieler. Dann klappt es auch wieder mit dem Champions League- und dem DFB-Pokalfinale.

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FC Bayern München am 32. Spieltag der Saison 2014/2015

Was man von vier Niederlagen am Stück halten kann

Jetzt ist es also mal wieder historisch geworden: Viermal hat der FC Bayern München hintereinander verloren (0:1 gegen Augsburg, 0:3 gegen Barcelona, 0:2 gegen Leverkusen und 1:3 gegen Dortmund). Das ist den Münchnern zuletzt im Jahr 1991 widerfahren, also vor rund 24 Jahren. Da waren viele Bayern-Fans noch gar nicht auf der Welt.

Doch jetzt ist es einfach passiert. Blöd, aber so läuft es halt auch mal bei den Bayern, die sich ausgelaugt und müde in Richtung Zielgerade schleppen. Zu sehr scheint die Saison an ihren Kräften zu zehren, von den Müllers und Boatengs und Lahms und Schweinsteigers. Was irgendwie auch kein Wunder ist, sieht man sich die erhebliche Belastung an, mit der sich der bayerische Kader herumschlagen muss.

Keine Woche ohne Hiobsbotschaft und Verletzte

Denn seit Beginn dieser Saison gibt es kaum eine Woche, in der Guardiola mit demselben Personal üben und spielen kann. Das lässt und ließ sich dank des sehr gut besetzten Kaders eine Weile lang kompensieren, aber irgendwann stößt auch der FC Bayern München an seine Grenzen – und das geschieht gerade jetzt. Zugegeben, zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, aber daran lässt sich leider nichts mehr ändern.

Allerdings, und daran muss ich an dieser Stelle nochmals erinnern, war es eine gute Saison, so oder so. Denn wenn das Kapitel Champions League am morgigen Dienstag gegen den FC Barcelona zugeschlagen wird, endet eine Spielzeit mit einer frühzeitigen Meisterschaft und zwei Halbfinalen. Ich denke, dass es so mache Mannschaft auf diesem Erdball gibt, die angesichts dieser Erfolge sofort mit den Bayern tauschen würden. Oder wie würden Chelsea, Liverpool, Manchester United, Manchester City und all die anderen früh Ausgeschiedenen reagieren, wenn man sie fragte: Wäret ihr gerne an der Stelle des FC Bayern?

Saison zu Ende bringen und die nächste gut planen

Daher gibt es nur eine Devise: Die Saison ordentlich zu Ende spielen, mit den frisch gekürten Meisterfrauen des FC Bayern am Marienplatz das „Double“ feiern und dann wohl überlegt die nächste Saison planen. Vor allem in personeller Hinsicht, damit so etwas wie in diesem Jahr nicht noch einmal passiert. Vier Niederlagen am Stück. Also ehrlich…

Glüüüüüüückwuuuuunsch an die Frauen des FC Bayern zur ersten Deutschen Meisterschaft seit 1976!!! #nurderfcb

Posted by Michael Hülskötter on Sonntag, 10. Mai 2015

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